Zika

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zum Zika Virus und dazu wie Sie sich auf Reisen schützen können. Zika wird vor allem durch Mücken übertragen und verläuft meist mild, kann in der Schwangerschaft aber zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen. Für Schwangere und Paare mit Kinderwunsch ist eine sorgfältige Reiseplanung besonders wichtig.

Was ist das Zika Virus?

Zika ist ein Virus aus der gleichen Familie wie Dengue und Gelbfieber. Es wird vor allem durch Mücken übertragen und kann beim Menschen eine meist milde fieberhafte Erkrankung auslösen. Viele Infektionen bleiben sogar völlig unbemerkt.

Besondere Bedeutung hat Zika in der Schwangerschaft. Eine Infektion kann zu Fehlbildungen des Gehirns und anderer Organe beim ungeborenen Kind führen. Das typische Bild wird als angeborenes Zika Syndrom bezeichnet und umfasst unter anderem einen zu kleinen Kopf, Entwicklungsstörungen und Seh oder Hörprobleme. Auch bei Erwachsenen wurde ein Zusammenhang mit bestimmten neurologischen Erkrankungen beschrieben, zum Beispiel mit dem Guillain Barre Syndrom.

Vorkommen

Zika wurde zunächst in Afrika und Asien beschrieben und hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Regionen der Welt ausgebreitet. Besonders bekannt ist der große Ausbruch in Südamerika mit sehr vielen Fällen und einem deutlichen Anstieg von Fehlbildungen bei Neugeborenen.

Inzwischen sind die Fallzahlen weltweit zwar deutlich zurückgegangen, es gibt aber weiterhin Länder mit nachweisbarer Viruszirkulation und sporadischen Ausbrüchen, vor allem in Teilen von Mittel und Südamerika, einigen Ländern in Asien und vereinzelten Regionen in Afrika.

Erhöhte Risikosituationen sind:

Reisen nach Brasilien, Kolumbien, Mexiko oder in andere Länder Mittel und Südamerikas mit bekannter Zika Aktivität

Aufenthalte in Thailand, Vietnam, Indonesien oder auf Pazifikinseln mit nachgewiesenen Fällen

längere Rucksackreisen oder Langzeitaufenthalte in tropischen Städten und Küstenregionen mit vielen Mücken

Reisen in Gebiete mit gemeldeten Ausbrüchen, insbesondere für Schwangere oder Paare mit Kinderwunsch

Aufenthalte in Regionen mit dichter Besiedlung und vielen Wasseransammlungen, in denen die Mücken sich gut vermehren können

Impfstoff-Serie

Nicht verfügbar

Schutz

Konsequenter Mückenschutz Safer Sex

Risikobereiche

Brasilien Kolumbien Mexiko Thailand Vietnam

Übertragung

Zika Viren werden vor allem durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen. Es handelt sich meist um Mücken, die auch Dengue verbreiten und tagsüber aktiv sind, besonders am frühen Morgen und späten Nachmittag.

Zusätzlich ist eine sexuelle Übertragung möglich. Infizierte Personen können das Virus über Sperma, Vaginalsekret oder Blut an ihre Partner weitergeben, auch wenn selbst kaum Beschwerden bestehen. Besonders wichtig ist dies für Paare mit Kinderwunsch und für Schwangere.

Das Virus kann außerdem während der Schwangerschaft über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden. In Einzelfällen wurden Übertragungen über Bluttransfusionen beschrieben.

Symptome & Verlauf

Viele Infektionen mit Zika verlaufen ohne erkennbare Beschwerden. Wenn Symptome auftreten, beginnen sie meist einige Tage nach dem Stich und wirken zunächst wie ein milder grippaler Infekt.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:

leichtes Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl

Hautausschlag, oft feinfleckig am ganzen Körper

gerötete Augen ohne eitriges Sekret

Muskel und Gelenkschmerzen, manchmal mit Steifigkeitsgefühl

Kopfweh und Müdigkeit

selten neurologische Komplikationen wie zum Beispiel Lähmungen im Rahmen eines Guillain Barre Syndroms

In den meisten Fällen klingen die Beschwerden innerhalb weniger Tage bis etwa einer Woche ab. Problematisch ist vor allem die Infektion in der Schwangerschaft, da sie zu Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen beim Kind führen kann.

Behandlung

Für Zika gibt es derzeit keine spezielle Virusbehandlung. Die Therapie konzentriert sich darauf, die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:

ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Fieber und Kreislaufbelastung auszugleichen

Schonung und Ruhe, bis Fieber und Krankheitsgefühl abgeklungen sind

geeignete Schmerz und Fiebermittel nach ärztlicher Empfehlung

sorgfältige ärztliche Überwachung in der Schwangerschaft, unter anderem mit Ultraschallkontrollen

neurologische Abklärung, wenn Lähmungen oder andere neurologische Ausfälle auftreten

Bei Verdacht auf Zika in einem Gebiet, in dem auch Dengue vorkommt, sollte die Auswahl der Schmerzmittel immer ärztlich abgestimmt werden, da bestimmte Medikamente bei Dengue ungünstig sein können.

Schutz & Vorbeugung

Da es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen Zika gibt, stehen persönliche Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt. Wichtig ist ein konsequenter Mückenschutz, vor allem tagsüber: lange helle Kleidung, Insektenschutzmittel auf unbedeckter Haut, geschützte Schlafräume mit Netzen oder Klimaanlage und die Vermeidung von Brutstätten wie stehenden Wasseransammlungen.

Für Schwangere und Paare mit Kinderwunsch ist eine sorgfältige Reiseplanung zentral. Wenn möglich, sollten Reisen in Gebiete mit aktueller Zika Übertragung während der Schwangerschaft vermieden werden. Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet empfehlen internationale Fachorganisationen für Männer eine Wartezeit von etwa drei Monaten und für Frauen von etwa zwei Monaten, in der konsequent verhütet oder Kondome verwendet werden, bevor eine Schwangerschaft geplant wird.

Auch nach der Rückkehr aus einem Zika Gebiet sollten Paare auf Safer Sex achten, um eine mögliche sexuelle Übertragung zu vermeiden, besonders wenn eine Schwangerschaft in den nächsten Monaten gewünscht ist.

Impfung gegen Zika

Aktuell gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen das Zika Virus, weder für die Allgemeinbevölkerung noch speziell für Reisende. Weltweit wird intensiv an Impfstoffen gearbeitet, mehrere Kandidaten befinden sich in klinischer Prüfung, sind aber bislang nicht für die breite Anwendung zugelassen.

Für Reisen in Regionen mit Zika Risiko bedeutet dies, dass persönlicher Mückenschutz, die Vermeidung von Reisen in der Schwangerschaft und Safer Sex vor und nach der Reise die wichtigsten Bausteine des Schutzes sind. In einer reisemedizinischen Beratung kann geprüft werden, wie hoch das Risiko im geplanten Zielgebiet ist und ob eine Reiseverschiebung bei Kinderwunsch sinnvoll wäre.

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Die großen Schlagzeilen sind abgeklungen, dennoch gibt es weiterhin Länder mit Zika Übertragung und vereinzelten Ausbrüchen. Für Schwangere und Paare mit Kinderwunsch bleibt Zika daher ein wichtiges Thema bei der Reiseplanung.

Eine Infektion in der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind schwer schädigen und zu angeborenem Zika Syndrom führen. Nicht jedes Kind ist betroffen, das Risiko ist jedoch deutlich erhöht, sodass Fachgesellschaften Schwangeren von nicht unbedingt notwendigen Reisen in Zika Gebiete eher abraten.

Internationale Empfehlungen raten dazu, nach einem möglichen Kontakt mit Zika für einen bestimmten Zeitraum zu verhüten: Männer in der Regel etwa drei Monate, Frauen etwa zwei Monate, bevor eine Schwangerschaft geplant wird. In dieser Zeit sollte konsequent mit Kondom verhütet werden.

Nach heutigem Kenntnisstand besteht nach einer durchgemachten Infektion ein längerfristiger Schutz gegen denselben Virustyp. Wie dauerhaft dieser Schutz ist und ob er in allen Fällen vollständig ist, wird weiter wissenschaftlich untersucht, daher bleiben Mückenschutz und Verhaltensregeln wichtig.

Suchen Sie ärztlichen Rat und erwähnen Sie das Reiseziel und mögliche Mückenstiche. Für Schwangere oder Frauen, die kurz nach der Reise schwanger werden, ist eine frühzeitige gynäkologische und virologische Abklärung besonders wichtig.