Malaria

Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Malaria und den Schutz durch Mückenschutz und medikamentöse Prophylaxe. Malaria ist eine durch Parasiten verursachte Erkrankung die über Mückenstiche übertragen wird und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann. Besonders Reisende in tropische und subtropische Regionen sollten ihren Schutz rechtzeitig planen.

Was ist Malaria?

Malaria ist eine Infektionskrankheit die durch einzellige Parasiten ausgelöst wird. Diese Parasiten gelangen über den Stich bestimmter Stechmücken in den Blutkreislauf und befallen rote Blutkörperchen. Je nach Erregertyp kann die Erkrankung unterschiedlich schwer verlaufen. Besonders gefürchtet ist die Malaria tropica da sie rasch zu schweren Komplikationen führen kann.

Unbehandelt kann Malaria Organe schädigen den Kreislauf destabilisieren und letztlich lebensbedrohlich werden. Mit rechtzeitiger Diagnose und gezielter Therapie lassen sich die meisten Erkrankungen jedoch gut behandeln. Für Reisende ist entscheidend die Symptome zu kennen und schon im Vorfeld an Vorbeugung zu denken.

Vorkommen

Malaria kommt in vielen tropischen und subtropischen Regionen der Welt vor. Besonders betroffen sind große Teile Afrikas südlich der Sahara aber auch Regionen in Asien und Lateinamerika. Das Risiko kann von Gebiet zu Gebiet und sogar innerhalb eines Landes stark schwanken. In Städten mit guter Infrastruktur ist die Gefahr häufig geringer als in ländlichen oder sumpfigen Regionen.

Erhöhte Risikosituationen sind:

Reisen nach West und Ostafrika zum Beispiel nach Ghana Nigeria Kenia oder Tansania

Aufenthalte in ländlichen Gebieten in Indien Sri Lanka oder Südostasien

längere Rucksackreisen mit einfachen Unterkünften in tropischen Regionen

Reisen während oder kurz nach der Regenzeit wenn besonders viele Mücken vorkommen

nächtliche Aufenthalte im Freien oder Schlafen ohne Moskitonetz in Malaria Gebieten

Impfstoff-Serie

kein Standard

Schutzdauer

Malariaprophylaxe während Aufenthalt und Nachreisephase

Risikobereiche

Subsahara-Afrika ,Südostasien, Mittel- sowie Südamerika

Übertragung

Malaria wird durch den Stich infizierter Stechmücken übertragen. Die weiblichen Mücken saugen Blut und können dabei die Parasiten von einer infizierten Person auf eine andere übertragen. In der Regel stechen sie vor allem in den Abend und Nachtstunden.

Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet im Alltag nicht statt. Ausnahmen sind seltene Situationen wie Bluttransfusionen oder gemeinsame Nutzung von Spritzen sowie die Übertragung von der Mutter auf ihr ungeborenes Kind. Im normalen Reisealltag ist der Mückenstich der entscheidende Übertragungsweg

Symptome & Verlauf

Die ersten Beschwerden treten meist einige Tage bis Wochen nach dem Stich auf in manchen Fällen auch später. Die Symptome können anfangs unspezifisch wirken und an eine Grippe oder einen Magen Darm Infekt erinnern.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:

Fieber oft in Schüben manchmal sehr hoch

Kopf und Gliederschmerzen sowie ausgeprägte Müdigkeit

Schüttelfrost Schwitzen und allgemeines Krankheitsgefühl

Übelkeit Erbrechen oder Durchfall

bei schweren Verläufen Bewusstseinsstörungen Atemnot oder Organprobleme zum Beispiel der Nieren

ohne Behandlung Gefahr von Kreislaufversagen und lebensbedrohlichen Komplikationen insbesondere bei Malaria tropica

Fieber nach einem Aufenthalt in einem Malaria Gebiet sollte immer ärztlich abgeklärt werden auch wenn eine Prophylaxe eingenommen wurde.

Behandlung

Malaria ist behandelbar benötigt aber eine möglichst frühe Diagnose und gezielte Medikamente. Welche Therapie genutzt wird hängt vom Erregertyp von der Schwere der Erkrankung und vom Gesundheitszustand der betroffenen Person ab.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:

rasche ärztliche Abklärung bei Fieber nach einer Reise in ein Malaria Gebiet

Laboruntersuchungen von Blut um den Erreger nachzuweisen und die Art der Malaria festzustellen

gezielte Gabe von Malaria Medikamenten als Tabletten oder Infusion je nach Schweregrad

Überwachung von Kreislauf Flüssigkeitshaushalt und Organfunktion besonders bei schweren Verläufen

stationäre Behandlung auf einer spezialisierten Station wenn Komplikationen drohen oder bereits eingetreten sind

Mit rechtzeitiger Therapie lassen sich die meisten Fälle gut behandeln dennoch kann eine Malaria immer ernst verlaufen und sollte nie unterschätzt werden.

Schutz & Vorbeugung

Der Schutz vor Malaria basiert auf zwei Säulen. Die erste Säule ist konsequenter Mückenschutz. Dazu gehören lange helle Kleidung am Abend und in der Nacht Insektenschutzmittel auf der Haut Mückennetze über dem Bett und möglichst klimatisierte oder gut geschützte Schlafräume.

Die zweite Säule ist die medikamentöse Vorbeugung auch Chemoprophylaxe genannt. Je nach Reiseziel und persönlichem Risiko werden unterschiedliche Medikamente eingesetzt. Diese werden vor der Einreise begonnen während des Aufenthalts fortgeführt und noch eine bestimmte Zeit nach Rückkehr weiter eingenommen. Für manche Reisen reicht eine stand by Strategie bei der Medikamente nur für den Notfall mitgeführt werden. Welche Form sinnvoll ist wird in einer reisemedizinischen Beratung individuell festgelegt.

Impfung gegen Malaria

Für Malaria stehen Impfstoffe vor allem für Kinder in stark betroffenen Regionen zur Verfügung. In einigen Ländern Afrikas werden diese bereits im Rahmen von Programmen zur Verringerung der Krankheitslast eingesetzt. Für die allgemeine Reisevorsorge spielt die Impfung derzeit jedoch noch eine untergeordnete Rolle.

Für Reisende sind Mückenschutz und medikamentöse Prophylaxe weiterhin die wichtigsten Maßnahmen. Künftig können Impfstoffe möglicherweise eine ergänzende Rolle spielen insbesondere für Menschen die dauerhaft in Malaria Gebieten leben. Bis dahin bleibt die individuelle Beratung mit passender Prophylaxe Planung der Standard.

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Das hängt vom genauen Reiseziel von der Reisezeit und der Art des Aufenthalts ab. Für viele Regionen wird eine vorbeugende Einnahme empfohlen für manche Gebiete kann eine stand by Lösung ausreichend sein. Eine individuelle Beratung ist hier entscheidend.

Konsequenter Mückenschutz ist sehr wichtig kann das Risiko aber nicht vollständig ausschalten. In vielen Hochrisikogebieten wird daher zusätzlich eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen um schwere Verläufe zu verhindern.

Fieber nach einer Reise in ein Malaria Gebiet sollte immer ernst genommen werden. Suchen Sie möglichst bald ärztliche Hilfe und erwähnen Sie die Reise und die eingenommene Prophylaxe. Eine Malaria ist trotz Medikamenten zwar seltener aber nicht ausgeschlossen.

Malaria ist in der Schwangerschaft besonders riskant sowohl für Mutter als auch für das ungeborene Kind. Wenn möglich sollten solche Reisen gemieden werden. Wenn sie sich nicht vermeiden lassen ist eine sehr sorgfältige Planung mit spezialisierter Beratung zu Prophylaxe und Schutzmaßnahmen erforderlich.

Ja Dosierung und Auswahl der Medikamente richten sich nach Alter Körpergewicht und Reiseziel. Kinder sollten niemals mit Medikamenten der Eltern mitbehandelt werden sondern stets einen eigenen angepassten Plan erhalten