Reisende mit Grunderkrankungen

Auf dieser Seite erfahren Sie, welche besonderen Anforderungen Reisen für Menschen mit chronischen oder bestehenden Grunderkrankungen mit sich bringen können. Viele Erkrankungen beeinträchtigen den Alltag kaum, können jedoch unterwegs besondere Aufmerksamkeit erfordern, zum Beispiel durch Klima, Zeitverschiebung, längere Reisetage oder eine anders strukturierte medizinische Versorgung.

Warum zählt diese Gruppe zu den Risikogruppen?

Menschen mit Grunderkrankungen reagieren auf Reisen häufig sensibler auf Belastungen, weil einzelne Organsysteme bereits stärker beansprucht sind oder das Immunsystem verändert arbeitet. Auch die Anpassung an Hitze, Höhe oder körperliche Belastung kann je nach Erkrankung anspruchsvoller sein. Zusätzlich können Medikamente besondere Planung erfordern, etwa im Hinblick auf Lagerung, Zeitverschiebung oder Ersatzbeschaffung.

Zu den wichtigsten Grunderkrankungen, die in der Reiseplanung eine Rolle spielen können, gehören:

• Herz Kreislauf Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche
• Diabetes mellitus
• Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD
• Immunsuppression durch Erkrankungen oder Medikamente
• Chronische Leber und Nierenerkrankungen
• Neurologische Erkrankungen wie Epilepsie oder Parkinson
• Psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen
• Gerinnungsstörungen oder Einnahme von Blutverdünnern
• Asplenie oder funktionelle Asplenie, etwa nach Entfernung der Milz oder bei bestimmten Bluterkrankungen, was das Risiko für schwere bakterielle Infektionen erhöhen kan

Relevante Gesundheitsrisiken

Die gesundheitlichen Risiken hängen stark von der jeweiligen Grunderkrankung, dem Reiseziel, dem Klima und der geplanten Belastung ab. Hohe Temperaturen können den Kreislauf fordern, während große Höhen den Sauerstoffbedarf erhöhen. Längere Flüge oder lange Sitzeinheiten können das Risiko für Venenprobleme verstärken.

Infektionen verlaufen bei manchen Grunderkrankungen potenziell schwerer. Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Asplenie reagieren möglicherweise empfindlicher auf bestimmte bakterielle Erkrankungen. Für Personen mit Diabetes können ungewohnte Essenszeiten, andere Kohlenhydratquellen oder veränderte Tagesabläufe zusätzlich herausfordernd sein.

Für Atemwegserkrankungen spielen Luftqualität, Pollenbelastung und Temperatur eine Rolle. Menschen mit Herz Kreislauf Erkrankungen wiederum sollten Belastungen und Klimaeinflüsse besonders realistisch einschätzen. Eine gute Vorbereitung kann helfen, viele dieser Risiken zu verringern.

Wichtige Vorsorgemaßnahmen

Eine sorgfältige Vorbereitung kann dazu beitragen, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und die Reise angenehmer zu gestalten. Dazu gehört sowohl die Organisation der notwendigen Medikamente als auch eine detaillierte Einschätzung der Belastung vor Ort.

• ausreichend Medikamente für die gesamte Reisezeit plus Reserve einpacken
• Medikamente im Handgepäck transportieren und temperaturgerecht lagern
• Einnahmezeiten bei Zeitverschiebungen rechtzeitig anpassen
• ärztliche Bescheinigungen für Spritzen, kühlpflichtige Mittel oder starke Medikamente bereithalten
• Notfallplan mit wichtigen Symptomen, Kontakten und Informationen zur Grunderkrankung erstellen
• In Klimazonen mit Hitze oder hoher Luftfeuchtigkeit Belastung reduzieren und auf ausreichend Flüssigkeit achten
• bei Immunschwäche oder Asplenie verstärkt auf Hygiene und Infektionsschutz achten
• medizinische Einrichtungen am Reiseziel im Voraus recherchieren

Empfohlene Impfungen

Für Menschen mit Grunderkrankungen ist ein aktueller Impfstatus besonders wichtig. Einige Erkrankungen können das Risiko für schwere Infektionsverläufe erhöhen, sodass Impfungen einen wesentlichen Beitrag zur Vorsorge leisten können.

Neben Standardimpfungen können, abhängig von der individuellen Situation, insbesondere Impfungen gegen Grippe, Pneumokokken oder COVID-19 empfohlen werden. Menschen mit Asplenie haben zudem ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Pneumokokken, Meningokokken und Hib, weshalb hier eine besonders sorgfältige Impfberatung sinnvoll ist.

Je nach Reiseziel kommen zusätzliche Impfungen in Betracht, wie Hepatitis A, Hepatitis B, Typhus, Meningokokken oder bestimmte Impfungen gegen durch Mücken übertragene Erkrankungen. Bei Immunsuppression sollten Impfstoffe individuell geprüft werden, insbesondere wenn es um Lebendimpfstoffe geht. Eine frühzeitige Beratung ermöglicht ausreichenden zeitlichen Abstand zwischen einzelnen Impfdosen.

Ärztliche Beratung und Planung

Eine reisemedizinische Beratung hilft, die Reise optimal an die persönliche Situation anzupassen. Dabei werden Grunderkrankung, Impfstatus, Medikamente, Belastbarkeit, Reiseziel, Klima und geplante Aktivitäten gemeinsam bewertet.

• Beratung frühzeitig vor der Reise vereinbaren
• aktuellen Medikamentenplan, Impfpass und Arztberichte mitbringen
• Therapiepläne für Zeitverschiebung und Notfälle abstimmen
• prüfen, ob das Reiseziel passende medizinische Versorgung bietet
• Auslandskrankenversicherung inklusive Rücktransportoptionen klären
• bei Asplenie oder Immunschwäche besondere Impf und Hygienemaßnahmen besprechen

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Erkrankungen wie Herz Kreislauf Probleme, Diabetes, Atemwegserkrankungen, Nieren oder Lebererkrankungen, neurologische Erkrankungen sowie alle Formen der Immunschwäche, einschließlich Asplenie, können besondere Anforderungen an die Reise stellen. Die individuelle Einschätzung erfolgt am besten in einer ärztlichen Beratung.

Eine ausreichende Menge sollte vorab organisiert werden, idealerweise im Handgepäck. Lagerungshinweise wie Temperatur oder Lichtempfindlichkeit können wichtig sein. Eine ärztliche Bescheinigung und eine klare Medikamentenliste erleichtern Notfallsituationen.

Reisen können möglich sein, wenn sie gut vorbereitet werden. Besonders wichtig sind hier ein aktueller Impfstatus, konsequente Hygienemaßnahmen und eine sorgfältige Einschätzung des Reiseziels. Eine reisemedizinische Fachberatung ist für diese Gruppe besonders wertvoll.

Geeignet sind häufig Ziele mit stabilen klimatischen Bedingungen und guter medizinischer Versorgung. Extreme Hitze, große Höhen oder Gebiete mit eingeschränkter Infrastruktur können je nach Erkrankung weniger geeignet sein.

Ein vorbereiteter Notfallplan kann helfen. Dazu gehören wichtige Symptome, medizinische Unterlagen, Kontaktdaten und Informationen zur Erkrankung. Bei deutlichen oder anhaltenden Beschwerden sollte zeitnah eine medizinische Einrichtung aufgesucht werden.