Mumps
Hier erhalten Sie verlässliche und kompakte Informationen zur Mumps-Erkrankung und zur entsprechenden Schutzimpfung. Das Mumpsvirus betrifft vor allem die Speicheldrüsen und kann bei Kindern wie auch bei Erwachsenen schmerzhafte Beschwerden und ernsthafte Folgeerkrankungen auslösen. Wer eine Reise plant, beruflich mit Kindern oder Patient:innen arbeitet oder seinen Impfstatus aktualisieren möchte, sollte den Impfschutz rechtzeitig prüfen.
Was ist Mumps?
Mumps, medizinisch „epidemische Parotitis“, ist eine Virusinfektion, die vor allem die Ohr- und Speicheldrüsen angreift. Das auffällige Merkmal der Krankheit ist eine plötzlich auftretende Schwellung im Wangenbereich – oft beidseitig und mit Schmerzen beim Kauen oder Schlucken verbunden. Die Erkrankung kann jedoch weit mehr betreffen als nur die Speicheldrüsen, denn das Virus breitet sich über den Blutkreislauf im Körper aus.
Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen wird Mumps ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen, häufig schon bevor Betroffene merken, dass sie krank sind. Dadurch kommt es oft zu unbewussten Infektionsketten im familiären, schulischen oder beruflichen Umfeld.
Besonders wichtig zu verstehen:
Mumps kann in jedem Alter auftreten
Erkrankungen ab der Pubertät verlaufen häufig schwerer
Ohne Impfschutz besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Komplikationen
Komplikationen betreffen vor allem Jugendliche und Erwachsene, z. B. Hodenentzündungen, Hörschäden oder eine Gehirnhautentzündung. Deshalb ist ein vollständiger Impfschutz nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene von großer Bedeutung – unabhängig davon, ob beruflicher Kontakt zu Kindern besteht oder eine Reise geplant wird.
Vorkommen
Mumps ist weltweit verbreitet. Die Häufigkeit hängt stark von der Impfquote ab – dort, wo viele Menschen geimpft sind, treten Infektionen seltener auf, verschwinden aber nicht vollständig. Auch in Europa kommt es weiterhin zu lokalen Ausbrüchen, vor allem dort, wo viele ungeimpfte Menschen zusammenkommen und engen Kontakt haben.
Typische Umfelder mit erhöhter Ansteckungswahrscheinlichkeit sind:
Kindertagesstätten und Schulen mit engem Kontakt unter Kindern
Universitäten, Internate und Studierendenwohnheime
Sportvereine, Trainingslager und Fitnessstudios
größere Reisegruppen, Langzeitreisen und Backpacking
In Regionen mit niedrigen Impfquoten ist Mumps deutlich verbreiteter. Dazu zählen insbesondere Teile von Asien, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika. Vor Reisen in diese Länder empfehlen Gesundheitsexpertinnen und -experten die Überprüfung und ggf. Auffrischung des Impfschutzes, da dort bereits kurze Aufenthalte zu einer Ansteckung führen können.
Der weltweite Reiseverkehr spielt ebenfalls eine Rolle: Austauschsemester, Work-and-Travel-Aufenthalte, internationale Sportevents und lange Flugreisen bringen viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen zusammen – eine Situation, in der sich Mumps ohne Impfung leicht verbreiten kann.
Ein fehlender oder unvollständiger Impfschutz erhöht nicht nur das Risiko einer Erkrankung im Ausland, sondern auch die Gefahr, das Virus nach der Reise unbemerkt in Familie, Schule oder Arbeitsplatz weiterzugeben.
Impfstoff-Serie
Einmalig (für Erwachsene)
Schutzdauer
nahezu Lebenslang
Risikobereiche
Weltweit
Übertragung
Das Virus verbreitet sich bereits, bevor erste Beschwerden spürbar sind. Dadurch kommt es häufig zu unbemerkten Infektionen innerhalb von Familien, Freundeskreisen oder Reisegruppen. Eine Ansteckung erfolgt über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen sowie durch engen körperlichen Kontakt oder das gemeinsame Nutzen von Besteck und Getränken.
Für die Praxis bedeutet das: Eine infizierte Person ist ungefähr ein bis zwei Tage vor Krankheitsbeginn bis etwa fünf Tage nach Auftreten der Drüsenschwellung ansteckend.
Symptome & Verlauf
Zu Beginn zeigen viele Betroffene allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber oder Müdigkeit. Kurz darauf tritt die typische Schwellung der Speicheldrüsen auf, meist im Bereich vor den Ohren. Sie kann einseitig oder beidseitig auftreten und verursacht Schmerzen beim Kauen und Schlucken.
Komplikationen sind zwar nicht die Regel, aber möglich — besonders ohne Impfschutz. Dazu zählen Entzündungen der Hoden oder Eierstöcke, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gehörschäden bis hin zum Hörverlust sowie selten eine Gehirnhautentzündung.
Behandlung
Es gibt kein spezifisches Medikament gegen das Mumpsvirus. Die Behandlung zielt darauf ab, Beschwerden zu lindern und den Körper in der Genesung zu unterstützen.
Hilfreich während der Erkrankung sind:
viel Ruhe und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
kühle Umschläge im Bereich der Schwellung
Schmerz- und fiebersenkende Medikamente bei Bedarf
milde und weiche Kost
Ein Arztbesuch ist angeraten bei starkem Fieber, heftigen Schmerzen, Beschwerden an Hoden oder Eierstöcken, Bauchschmerzen oder Verdacht auf Gehirnhautentzündung. Während der Schwangerschaft sollte Mumps ärztlich begleitet werden.
Schutz & Vorbeugung
Hygiene kann das Risiko mindern, aber nicht zuverlässig schützen — das Mumpsvirus ist hoch ansteckend. Den wirksamsten Schutz bietet die Impfung.
Hilfreiche Vorbeugungstipps:
engen Kontakt mit Erkrankten vermeiden
Trinkflaschen, Gläser, Besteck und Kosmetikprodukte nicht teilen
gründliches Händewaschen
Erkrankte sollten mindestens 5 Tage zuhause bleiben
Impfung gegen Mumps
Die Impfung gilt als der wirksamste Schutz vor Erkrankung und Komplikationen. Sie wird als Kombinationsimpfung MMR (Masern, Mumps, Röteln) oder MMRV (zusätzlich Windpocken) verabreicht und schützt in der Regel langfristig.
Der empfohlene Impfplan sieht zwei Dosen vor, meist im Alter zwischen 11 und 14 Monaten sowie zwischen 15 und 23 Monaten. Erwachsene sollten die Impfung nachholen, wenn der Impfstatus unklar ist, beruflicher Kontakt zu Kindern besteht oder eine Reise in Länder mit niedriger Impfquote geplant ist.
Die Impfstoffe gelten als sehr gut verträglich und bieten zuverlässigen Schutz vor Hodenentzündungen, Hörschäden und anderen Komplikationen.
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Ja. In Deutschland kommt es weiterhin zu Ausbrüchen, besonders in Schulen, Hochschulen und Sportvereinen. Auf Reisen in Länder mit niedriger Impfquote wie in Teilen von Asien, Afrika sowie Süd- und Mittelamerika besteht ein deutlich höheres Ansteckungsrisiko.
Mumps ist ungefähr ein bis zwei Tage vor Beginn der Symptome ansteckend und bleibt es etwa fünf Tage nach Auftreten der Schwellung. Für Reisende bedeutet das, dass man sich unterwegs infizieren und andere unwissentlich anstecken kann, wenn der Impfschutz fehlt.
Ja. Vor allem nach einer Hodenentzündung im Jugend- oder Erwachsenenalter kann ein Risiko für eingeschränkte Fruchtbarkeit bestehen. Die Impfung bietet hier einen wichtigen Schutz, besonders für junge Menschen, die Work-and-Travel, Auslandssemester oder Gruppenreisen planen.
Ja. Sie ist empfehlenswert bei unklarem Impfstatus, beruflichem Kontakt zu Kindern oder Patientinnen und Patienten sowie vor Reisen in Regionen mit geringer Impfquote. Auch Vielreisende und Menschen, die in Reisegruppen unterwegs sind, profitieren deutlich vom Impfschutz.
Üblicherweise frühestens fünf Tage nach Beginn der Schwellung und nur, wenn es sich insgesamt gut fühlt. Für Reisen gilt, dass ein Kind erst dann wieder teilnehmen sollte, wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht.