Tuberkulose
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Tuberkulose und den Schutz durch Früherkennung geeignete Behandlung und in besonderen Fällen durch Impfung. Tuberkulose ist eine bakterielle Infektion die meist die Lunge betrifft und über die Atemluft weitergegeben wird. Unbehandelt kann sie lebensgefährlich sein ist aber mit modernen Medikamenten in den meisten Fällen gut heilbar. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem und für längere Aufenthalte in Ländern mit hoher Tuberkulosebelastung ist besondere Aufmerksamkeit wichtig.
Was ist Tuberkulose?
Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit die durch Bakterien der Art Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Am häufigsten ist die Lunge betroffen es können aber auch andere Organe wie Lymphknoten Knochen oder das Nervensystem erkranken.
Die Bakterien können im Körper über lange Zeit inaktiv bleiben. Man spricht dann von einer latenten Infektion bei der keine Beschwerden auftreten und keine Ansteckungsgefahr besteht. Wird das Immunsystem geschwächt können die Bakterien aktiv werden und eine Erkrankung der Lunge oder anderer Organe auslösen. Dann spricht man von aktiver Tuberkulose. Nur diese Form ist ansteckend und muss konsequent behandelt werden.
Vorkommen
Tuberkulose kommt weltweit vor ist aber in manchen Regionen wesentlich häufiger. Besonders viele Erkrankungsfälle werden in Ländern mit geringem Einkommen hoher Bevölkerungsdichte und eingeschränktem Zugang zu medizinischer Versorgung gemeldet. Einen großen Anteil der weltweiten Fälle stellen Länder in Südasien Afrika und dem westlichen Pazifikraum. Zu den Staaten mit den meisten Erkrankungen gehören unter anderem Indien Indonesien die Philippinen China Pakistan Nigeria Bangladesch und die Demokratische Republik Kongo.
Erhöhte Risikosituationen sind:
• längere Aufenthalte oder Wohnsitz in Ländern mit hoher Tuberkuloserate zum Beispiel Indien Indonesien Bangladesch Nigeria
• Arbeit im Gesundheitswesen in Gefängnissen Obdachlosenunterkünften oder anderen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vielen Menschen
• Leben unter beengten Wohnverhältnissen mit schlechter Belüftung und häufigem engem Kontakt
• geschwächtes Immunsystem zum Beispiel durch bestimmte Medikamente eine HIV Infektion oder schwere chronische Erkrankungen
Impfstoff-Serie
eine Dosis
Schutzdauer
circa 3-5 Jahre
Risikobereiche
Indien Indonesien China Pakistan Nigeria Bangladesch
Übertragung
Tuberkulose wird in erster Linie über die Luft übertragen. Beim Husten Niesen Sprechen oder Lachen einer ansteckenden Person gelangen winzige Tröpfchen in die Umgebung die Bakterien enthalten können. In schlecht belüfteten geschlossenen Räumen können diese Tröpfchen über längere Zeit in der Luft bleiben und von anderen eingeatmet werden.
Eine kurze flüchtige Begegnung im Freien führt meist nicht zu einer Ansteckung. Entscheidend ist ein enger und wiederholter Kontakt über längere Zeit zum Beispiel innerhalb eines Haushalts oder in gemeinsam genutzten Innenräumen. Menschen mit latenter Infektion ohne Beschwerden sind nicht ansteckend.
Symptome & Verlauf
Die Beschwerden einer aktiven Lungentuberkulose entwickeln sich häufig schleichend über Wochen. Anfangs werden sie leicht mit einer hartnäckigen Erkältung oder Erschöpfung verwechselt.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:
• Husten länger als zwei bis drei Wochen oft zunächst trocken später mit Auswurf manchmal mit Blutspuren
• ungewollter Gewichtsverlust und nachlassender Appetit
• anhaltende Müdigkeit und Leistungsknick
• nächtliches Schwitzen und leichtes Fieber besonders in den Abendstunden
• Brustschmerzen oder Atemnot bei stärkerer Beteiligung der Lunge
• bei Befall anderer Organe zum Beispiel Schwellungen von Lymphknoten Rückenschmerzen oder neurologische Beschwerden je nach betroffener Region
Ohne Behandlung kann Tuberkulose zur Zerstörung von Lungengewebe schweren Organ Schäden und zum Tod führen. Mit konsequenter Therapie lässt sich die Erkrankung in den meisten Fällen heilen
Behandlung
Tuberkulose wird mit einer Kombination mehrerer spezieller Antibiotika behandelt. Diese Therapie muss über Monate konsequent eingenommen werden damit alle Bakterien abgetötet werden und keine Resistenz entsteht.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:
• genaue Diagnose durch Röntgenbild Laboruntersuchung von Auswurf und gegebenenfalls weitere Tests
• langfristige Kombinationstherapie mit mehreren Tuberkulose Medikamenten meist über mindestens sechs Monate
• regelmäßige ärztliche Kontrolle von Behandlungserfolg und möglichen Nebenwirkungen
• konsequente Einnahme aller Medikamente nach Plan auch wenn die Beschwerden bereits nachlassen
• in komplizierten Fällen spezielle Therapie bei resistenten Erregern oft mit längerer Behandlungsdauer und zusätzlichen Medikamenten
• Unterstützung durch Ernährungsberatung und Begleitangebote da die Therapie für viele Patientinnen und Patienten eine Belastung darstellt
Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung sind die Heilungschancen gut.
Schutz & Vorbeugung
Der wichtigste Schutz vor Tuberkulose ist die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Erkrankten damit sie andere nicht mehr anstecken. In vielen Ländern mit hoher Tuberkuloserate werden Programme zur Früherkennung und zur Verbesserung von Wohn und Arbeitsbedingungen eingesetzt.
Für Einzelpersonen spielen vor allem ein bewusster Umgang mit Risikosituationen und die eigene Gesundheit eine Rolle. Wer über längere Zeit in Ländern mit hoher Tuberkuloselast lebt oder dort engen Kontakt zu der Bevölkerung hat sollte nach der Rückkehr bei anhaltendem Husten Müdigkeit oder Gewichtsverlust ärztlichen Rat einholen und eine Untersuchung auf Tuberkulose in Betracht ziehen. Menschen mit geschwächtem Immunsystem benötigen oft eine besonders sorgfältige Betreuung und gegebenenfalls eine gezielte Vorsorgeuntersuchung.
Impfung gegen Tuberkulose
Die Impfung gegen Tuberkulose spielt vor allem in Ländern mit hoher Erkrankungsrate eine Rolle und wird dort meist im frühen Kindesalter eingesetzt um schwere Verläufe zu verhindern. In Ländern mit geringerer Belastung wird sie nur noch für ausgewählte Risikogruppen empfohlen.
Für Reisende steht in den meisten Fällen nicht die Impfung im Mittelpunkt sondern die Einschätzung des persönlichen Risikos und eine frühe Abklärung bei Verdacht. Entscheidend sind Reisedauer Art des Aufenthalts und die Lebensbedingungen vor Ort zum Beispiel enger Kontakt zur lokalen Bevölkerung in einfachen Wohnverhältnissen oder Arbeit im Gesundheitswesen.
Ob eine Impfung sinnvoll ist wird daher individuell entschieden. Häufig reicht eine gute Beratung zu Ansteckungswegen sowie die Empfehlung nach längeren Aufenthalten in Hochrisikogebieten bei anhaltendem Husten Gewichtsverlust oder starker Müdigkeit nach der Rückkehr ärztlichen Rat einzuholen.
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Ja weltweit erkranken jedes Jahr viele Millionen Menschen an Tuberkulose vor allem in Ländern mit begrenzten Ressourcen. Auch in Europa und anderen wohlhabenden Regionen treten weiterhin Fälle auf wenn auch deutlich seltener als in Hochinzidenzgebieten.
Wenn Sie nach der Rückkehr über Wochen Husten Gewichtsverlust Müdigkeit oder Nachtschweiß bemerken sollten Sie ärztlichen Rat suchen und eine Untersuchung auf Tuberkulose ansprechen insbesondere wenn intensiver Kontakt zur dortigen Bevölkerung bestand.
Die Schutzwirkung der BCG Impfung nimmt mit den Jahren ab und ist vor allem in der frühen Kindheit zuverlässig. Nach vielen Jahren kann der Schutz deutlich geringer sein. Ob weitere Maßnahmen sinnvoll sind sollte individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.
In vielen Ländern wird die BCG Impfung für Erwachsene nur in besonderen Risikosituationen eingesetzt zum Beispiel bei sehr langer Exposition in Hochrisikogebieten oder bei spezieller beruflicher Tätigkeit. Meist stehen Aufklärung persönlicher Schutz und gegebenenfalls Tests im Vordergrund
Menschen mit latenter Tuberkulose ohne Beschwerden und ohne nachweisbare Erkrankung sind in der Regel nicht ansteckend. Ansteckend ist vor allem eine aktive Lungentuberkulose bei der Bakterien beim Husten in die Umgebung gelangen. Deshalb ist es wichtig zwischen latenter Infektion und aktiver Erkrankung zu unterscheiden.