Meningokokken

Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Meningokokken Erkrankungen und den Schutz durch die Impfung. Meningokokken sind Bakterien die schwere Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen verursachen können. Die Erkrankung beginnt oft plötzlich und kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Besonders bei Reisen in bestimmte Regionen Afrikas sowie bei engem Kontakt zu vielen Menschen ist ein wirksamer Impfschutz sehr wichtig.

Was sind Meningokokken?

Meningokokken sind Bakterien der Art Neisseria meningitidis. Sie können die Hirnhäute und den Blutkreislauf befallen und dabei eine schwere Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung auslösen. Manche Menschen tragen die Bakterien im Nasen Rachen Raum ohne selbst krank zu sein können sie aber an andere weitergeben.

Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen. Schon wenige Stunden nach Beginn unspezifischer Beschwerden wie Fieber oder Kopfschmerzen können Nackensteifigkeit Bewusstseinsstörungen oder Kreislaufversagen auftreten. Ohne rasche Behandlung führt eine invasive Meningokokken Infektion häufig zum Tod oder zu bleibenden Schäden.

Vorkommen

Meningokokken kommen weltweit vor. Am höchsten ist das Risiko in einem Gebiet südlich der Sahara das als Meningitis Gürtel bezeichnet wird. Dort treten immer wieder größere Ausbrüche auf besonders in der Trockenzeit. Auch in Europa und anderen Regionen können Einzelfälle oder kleinere Häufungen auftreten.

Erhöhte Risikosituationen sind:

Reisen in Länder des Meningitis Gürtels zum Beispiel Senegal Niger Nigeria Ghana Äthiopien

längere Aufenthalte in Gemeinschaftseinrichtungen wie Internaten Studentenwohnheimen Kasernen

Pilgerreisen und Großveranstaltungen bei denen viele Menschen eng zusammenkommen

unklarer oder fehlender Impfschutz bei Kindern Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Impfstoff-Serie

Eine Dosis

Schutzdauer

3-5 Jahre

Risikobereiche

Weltweit

Übertragung

Meningokokken werden von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien gelangen beim Husten Niesen oder engen Sprechen in Form von Tröpfchen in die Umgebung und können über die Schleimhäute anderer Personen aufgenommen werden. Besonders riskant sind enge und länger andauernde Kontakte etwa in Familien Wohngemeinschaften oder bei gemeinsamem Schlafen in einem Raum.

Außerhalb des Körpers überleben die Bakterien nur kurz. Das Risiko entsteht daher vor allem bei direktem und engem Kontakt zu einer infizierten oder ausscheidenden Person.

Symptome & Verlauf

Meningokokken Erkrankungen können sich innerhalb kurzer Zeit dramatisch verschlechtern. Aus zunächst unspezifischen Beschwerden wird rasch ein schweres Krankheitsbild.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:

plötzliches Fieber starkes Krankheitsgefühl und Schüttelfrost

starke Kopf und Nackenschmerzen häufig mit Nackensteifigkeit

Übelkeit Erbrechen und Lichtempfindlichkeit

kleine punktförmige Blutungen oder größere Flecken auf der Haut

Verwirrtheit Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfälle

Kreislaufversagen und Organbeteiligung bei Blutvergiftung

Beim Verdacht auf Meningokokken ist immer sofortige ärztliche Hilfe nötig

Behandlung

Meningokokken Infektionen sind ein medizinischer Notfall. Die Behandlung muss so früh wie möglich im Krankenhaus beginnen.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:

rasche Gabe von Antibiotika um die Bakterien zu bekämpfen

Stabilisierung von Atmung Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt

Fiebersenkung und Schmerztherapie

intensivmedizinische Überwachung bei schweren Verläufen

Nachsorge zur Erkennung von Spätfolgen zum Beispiel Hörverlust oder neurologische Einschränkungen

Enge Kontaktpersonen erhalten häufig vorbeugend Antibiotika oder werden bezüglich einer Impfung beraten

Schutz & Vorbeugung

Die Impfung ist der wichtigste Schutz vor schweren Meningokokken Erkrankungen. In vielen Ländern gehört sie zum Standardprogramm bei Kindern und Jugendlichen. Zusätzlich werden Impfungen für Menschen in Gemeinschaftseinrichtungen Reisende in den Meningitis Gürtel Afrikas und Personen mit bestimmten Grunderkrankungen empfohlen.

Wichtig ist auch Aufmerksamkeit für Warnzeichen. Wer plötzlich hohes Fieber starke Kopf und Nackenschmerzen oder auffällige Hautveränderungen bemerkt sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine rechtzeitige Behandlung kann entscheidend für den Verlauf sein.

Impfung gegen Meningokokken

Es stehen unterschiedliche Impfstoffe zur Verfügung. Dazu gehören Impfstoffe gegen die Serogruppe B sowie Kombinationsimpfstoffe gegen die Serogruppen A C W und Y. Welche Impfung sinnvoll ist hängt vom Alter von Vorerkrankungen und von Reiseplänen ab.

Für Reisen in Länder des Meningitis Gürtels wird häufig eine Impfung mit einem ACWY Impfstoff empfohlen. Der Schutz baut sich innerhalb von etwa zwei bis vier Wochen auf und hält in der Regel bis zu fünf Jahre. Bei dauerhaftem erhöhtem Risiko kann später eine Auffrischimpfung sinnvoll sein.

Die Impfstoffe sind im Allgemeinen gut verträglich. Vorübergehende Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle Müdigkeit oder Kopfschmerzen können auftreten klingen aber meist rasch ab.

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Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zu den Impfungen bei Vaxio? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen unten!

Ja besonders für Kinder Jugendliche und junge Erwachsene in Gemeinschaftseinrichtungen kann eine Impfung empfohlen werden da hier enge Kontakte häufig sind.

Der Schutz einer ACWY Impfung hält meist bis zu fünf Jahre. Liegt die Impfung länger zurück sollte eine Auffrischung geprüft werden.

Oft ist eine Kombination mit anderen Standard oder Reiseimpfungen möglich. Ihr Impfzentrum plant die Termine so dass sie zu Ihrer Situation passen

Ja wenn Sie sich wohl fühlen gibt es in der Regel keine Einschränkungen. Leichte Beschwerden an der Einstichstelle sind möglich verschwinden aber meist schnell.

Enge Kontaktpersonen sollten umgehend ärztlich beraten werden. Häufig wird eine vorbeugende Antibiotika Gabe oder eine Impfung empfohlen um das persönliche Risiko zu senken.