Lyme-Borreliose
Willkommen bei Vaxio. Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Borreliose und wie Sie sich vor Zeckenstichen schützen können. Borreliose ist eine durch Bakterien verursachte Infektion die über Zecken übertragen wird und vor allem Haut Nervensystem Gelenke und selten das Herz betreffen kann. Eine Impfung gegen Borreliose steht nicht zur Verfügung daher sind Zeckenschutz frühes Entfernen von Zecken und rechtzeitige ärztliche Abklärung besonders wichtig.
Was ist Borreliose?
Borreliose auch Lyme Borreliose genannt ist eine bakterielle Infektion die durch Borrelien ausgelöst wird. Die Erreger werden durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen. Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Infektion und nicht jede Infektion verursacht Beschwerden. Wenn sich die Erkrankung entwickelt kann sie unterschiedliche Organe betreffen.
Typisch ist eine frühe Hautreaktion die sich ringförmig ausbreiten kann. Später können Beschwerden an Nerven Gelenken oder seltener am Herzen auftreten. Borreliose ist keine Krankheit die von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Entscheidend ist der Kontakt mit Zecken und die rechtzeitige Erkennung möglicher Warnzeichen nach einem Stich.
Vorkommen
Borreliose kommt überall dort vor wo Zecken leben die Borrelien übertragen können. In Deutschland ist eine Infektion grundsätzlich in allen Regionen möglich. Auch in vielen anderen Teilen Europas sowie in Nordamerika kommt Borreliose vor. Das Risiko steigt besonders dort wo Menschen sich viel in Wiesen Wäldern Gärten Parks oder hohem Gras aufhalten.
Erhöhte Risikosituationen sind:
• Aufenthalte in Wald Wiesen Garten oder Parkanlagen mit Kontakt zu hohem Gras oder Gebüsch
• Freizeitaktivitäten wie Wandern Camping Joggen Angeln oder Arbeiten im Garten
• berufliche Tätigkeiten im Freien zum Beispiel Forst Landwirtschaft Gartenbau oder Landschaftspflege
• Reisen in Regionen mit vielen Zecken und häufiger Outdoor Aktivität etwa in Mitteleuropa Nordeuropa Osteuropa oder Nordamerika
• unbemerkte Zeckenstiche wenn der Körper nach Aufenthalten im Freien nicht gründlich abgesucht wird
Impfstoff-Serie
nicht verfügbar
Schutzdauer
nicht verfügbar
Risikobereiche
Deutschland Europa Nordamerika
Übertragung
Borreliose wird durch den Stich infizierter Zecken übertragen. Die Erreger befinden sich im Darm der Zecke und gelangen während des Saugaktes in den menschlichen Körper. Das Übertragungsrisiko steigt mit der Dauer des Saugens. Deshalb ist es wichtig Zecken möglichst früh zu entdecken und sachgerecht zu entfernen.
Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Auch über normale soziale Kontakte Essen Trinken Umarmen oder gemeinsame Nutzung von Gegenständen wird Borreliose nicht übertragen. Haustiere können Zecken ins Haus bringen sind aber nicht der direkte Übertragungsweg für die menschliche Borreliose.
Symptome & Verlauf
Borreliose kann sehr unterschiedlich verlaufen. Typisch ist eine sich ausbreitende Hautrötung, es können aber auch Nerven, Gelenke oder selten das Herz betroffen sein.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:
• Wanderröte als langsam größer werdende Hautrötung um die Stichstelle oder an anderer Körperstelle
• Müdigkeit, Kopf und Gliederschmerzen, manchmal leichtes Fieber
• Nervenschmerzen, Gefühlsstörungen oder Lähmungen im Gesicht
• Gelenkschmerzen oder wiederkehrende Gelenkschwellungen, besonders am Knie
• selten Herzbeschwerden durch Beteiligung der Erregungsleitung
Eine früh erkannte Borreliose lässt sich in der Regel gut behandeln. Eine Wanderröte sollte immer ärztlich abgeklärt werden.
Behandlung
Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. Die Auswahl und Dauer der Therapie hängen vom Stadium und den Beschwerden ab.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:
• ärztliche Beurteilung bei Wanderröte oder Beschwerden nach Zeckenstich
• Antibiotika Behandlung nach ärztlicher Entscheidung
• keine vorsorgliche Antibiotika Einnahme nach jedem Zeckenstich ohne Beschwerden
• weitere Diagnostik bei Verdacht auf Beteiligung von Nerven, Gelenken oder Herz
• Verlaufskontrolle bei anhaltenden oder neuen Beschwerden
Ein positiver Bluttest allein beweist nicht automatisch eine aktive Borreliose, da Antikörper auch nach früherem Kontakt länger nachweisbar bleiben können.
Schutz & Vorbeugung
Der wichtigste Schutz vor Borreliose ist das Vermeiden von Zeckenstichen. Lange Kleidung, geschlossene Schuhe, das Meiden von hohem Gras und Zeckenschutzmittel können das Risiko senken.
Nach Aufenthalten im Grünen sollte der Körper gründlich nach Zecken abgesucht werden. Gefundene Zecken sollten möglichst früh hautnah entfernt werden. Eine kleine Rötung direkt nach dem Stich ist häufig harmlos, eine größer werdende Rötung oder neue Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
Impfung
Eine Impfung gegen Borreliose steht nicht zur Verfügung. Die STIKO empfiehlt daher keine Borreliose Impfung. Der Schutz basiert auf Zeckenvermeidung frühem Entfernen von Zecken und rechtzeitiger ärztlicher Abklärung bei typischen Beschwerden.
Wichtig ist die Unterscheidung zu FSME. Gegen FSME gibt es eine Impfung für Menschen mit Zeckenexposition in Risikogebieten. Diese Impfung schützt jedoch nicht vor Borreliose. Wer sich häufig in Zeckengebieten aufhält sollte daher sowohl den FSME Impfschutz prüfen lassen als auch weiterhin konsequent auf Zeckenschutz achten.
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Nicht jeder Zeckenstich erfordert sofort eine ärztliche Behandlung. Wenn sich jedoch eine ausbreitende Rötung entwickelt oder Beschwerden wie Fieber starke Schmerzen Lähmungen oder Gelenkschwellungen auftreten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Ein Zeckentest ist für die Entscheidung über eine Behandlung meist nicht hilfreich. Entscheidend sind Beschwerden und Befund der betroffenen Person nicht allein der Nachweis von Erregern in der Zecke.
Die Stichstelle sollte mehrere Wochen beobachtet werden. Besonders wichtig ist eine Rötung die größer wird oder sich ringförmig ausbreitet.
Das Risiko sinkt durch frühes Entfernen deutlich. Ganz ausgeschlossen ist eine Infektion jedoch nicht deshalb bleiben Beobachtung und ärztliche Abklärung bei typischen Beschwerden wichtig.
Nein. Die FSME Impfung schützt nur vor FSME und nicht vor Borreliose. Gegen Borreliose gibt es keine Impfung daher bleibt Zeckenschutz weiterhin entscheidend.