Legionellen

Willkommen bei Vaxio. Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu Legionellen und zur sogenannten Legionärskrankheit. Legionellen sind Bakterien, die sich in warmem Wasser vermehren und beim Einatmen feinster Wassertröpfchen schwere Lungenentzündungen auslösen können. Eine Impfung gibt es nicht, entscheidend sind Wasserhygiene, Risikoeinschätzung und frühzeitige ärztliche Abklärung bei Beschwerden.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise in Wasser vorkommen können. Problematisch werden sie vor allem, wenn sie sich in technischen Wassersystemen vermehren, zum Beispiel in Warmwasseranlagen, Duschen, Whirlpools oder Kühltürmen.

Eine Infektion mit Legionellen kann sehr unterschiedlich verlaufen. Bekannt ist vor allem die Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung. Daneben gibt es das Pontiac Fieber, das grippeähnlich verläuft und meist ohne Lungenentzündung abklingt.

Vorkommen

Legionellen kommen weltweit vor. Sie vermehren sich besonders gut in warmem, stehendem oder schlecht gewartetem Wasser. Für Reisende können Hotels, Ferienwohnungen, Kreuzfahrtschiffe oder Wellnessbereiche relevant sein, wenn dort Wasserleitungen oder Anlagen nicht ausreichend kontrolliert werden.

Erhöhte Risikosituationen sind:

Duschen nach längerer Nichtnutzung von Wasserleitungen

Aufenthalt in Hotels, Ferienanlagen oder Kreuzfahrtschiffen mit unklarer Wasserhygiene

Nutzung von Whirlpools, Dampfbädern oder Wellnessanlagen

Kontakt zu feinen Wassernebeln aus technischen Anlagen

höheres Alter, Rauchen, chronische Lungenerkrankungen oder geschwächtes Immunsystem

Impfstoff-Serie

Einmalig (für Erwachsene)

Schutzdauer

nahezu Lebenslang

Risikobereiche

Weltweit

Übertragung

Legionellen werden meist durch das Einatmen feinster Wassertröpfchen übertragen, die mit den Bakterien belastet sind. Solche Aerosole können zum Beispiel beim Duschen, in Whirlpools oder durch bestimmte technische Anlagen entstehen.

Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht typisch. Auch das Trinken von Wasser führt in der Regel nicht zu einer Infektion, solange es nicht in die Atemwege gelangt. Entscheidend ist vor allem das Einatmen belasteter Wassernebel.

Symptome & Verlauf

Die Beschwerden beginnen meist wenige Tage nach Kontakt mit belasteten Wassertröpfchen. Legionellen können eine schwere Lungenentzündung auslösen, besonders bei Menschen mit erhöhtem Risiko.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:

Fieber, Schüttelfrost und starkes Krankheitsgefühl

Husten, Atemnot und Schmerzen beim Atmen

Kopf und Gliederschmerzen

Durchfall, Übelkeit oder Verwirrtheit als zusätzliche Beschwerden

schwere Lungenentzündung mit möglicher Krankenhausbehandlung

Pontiac Fieber mit grippeähnlichem Verlauf ohne Lungenentzündung

Bei Atemnot, hohem Fieber oder deutlicher Verschlechterung sollte rasch ärztliche Hilfe gesucht werden.

Behandlung

Eine Legionelleninfektion wird bei Verdacht auf Legionärskrankheit ärztlich abgeklärt und mit geeigneten Antibiotika behandelt. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich schwere Verläufe begrenzen.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:

ärztliche Abklärung bei Fieber, Husten und Atembeschwerden nach möglichem Kontakt mit belastetem Wasser

Diagnostik durch Untersuchung von Atemwegen, Blut oder Urin je nach Situation

Antibiotika Behandlung nach ärztlicher Entscheidung

Sauerstoffgabe oder Krankenhausbehandlung bei schwerer Lungenentzündung

besondere Überwachung bei älteren Menschen, Raucherinnen und Rauchern oder geschwächtem Immunsystem

Pontiac Fieber verläuft meist milder und wird in der Regel symptomatisch behandelt. Die genaue Einschätzung sollte dennoch ärztlich erfolgen, wenn Beschwerden stark sind oder Risikofaktoren bestehen.

Schutz & Vorbeugung

Der wichtigste Schutz vor Legionellen ist eine gute Wasserhygiene. Warmwasseranlagen sollten fachgerecht betrieben, regelmäßig gewartet und ausreichend erhitzt werden. Wasser sollte nicht längere Zeit in Leitungen stehen, da sich Bakterien dort leichter vermehren können.

Auf Reisen kann es sinnvoll sein, nach längerer Nichtnutzung zunächst heißes Wasser laufen zu lassen und dabei den direkten Wassernebel nicht einzuatmen. Whirlpools und Wellnessanlagen sollten nur genutzt werden, wenn ein sauberer und gut gewarteter Eindruck besteht. Menschen mit erhöhtem Risiko sollten bei Unsicherheit besonders vorsichtig sein.

Impfung gegen Mumps

Eine Impfung gegen Legionellen steht derzeit nicht zur Verfügung. Der Schutz beruht daher auf hygienisch sicheren Wassersystemen, Vermeidung belasteter Wassernebel und schneller ärztlicher Abklärung bei Verdacht auf eine Infektion.

Für Reisende mit Vorerkrankungen der Lunge, geschwächtem Immunsystem oder höherem Alter kann eine Beratung sinnvoll sein, wenn eine Reise mit Hotelaufenthalt, Kreuzfahrt oder Wellnessnutzung geplant ist.

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Eine Infektion entsteht meist nicht durch normales Trinken, sondern durch das Einatmen feinster belasteter Wassertröpfchen. Problematisch wird es, wenn Wassernebel in die Atemwege gelangt.

Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht typisch. Meist liegt die Ursache in einer belasteten Wasserquelle.

Normale Klimaanlagen ohne Wasservernebelung sind in der Regel kein typischer Übertragungsweg. Relevant sind eher Anlagen, bei denen belastetes Wasser als feiner Nebel in die Luft gelangen kann. oder Gruppenreisen planen.

Wenn einige Tage nach Hotelaufenthalt, Kreuzfahrt oder Wellnessnutzung Fieber, Husten, Atemnot oder starkes Krankheitsgefühl auftreten, sollte Legionellen als mögliche Ursache ärztlich mitbedacht werden.

Nein. Gegen Legionellen gibt es keine Impfung. Vorbeugung erfolgt über Wasserhygiene, Vermeidung belasteter Aerosole und rasche ärztliche Abklärung bei Verdacht.