Keuchhusten (Pertussis)

Hier erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Keuchhusten (Pertussis) und den Schutz durch die Impfung. Keuchhusten ist eine bakterielle Atemwegsinfektion, die besonders bei Säuglingen, Kindern und ungeimpften Erwachsenen schwer verlaufen kann. Die Erkrankung verursacht lange anhaltende Hustenanfälle, die wochen- bis monatelang dauern können und häufig zu Komplikationen führen. Ein aktueller Impfschutz ist nicht nur für Kinder wichtig, sondern auch für Erwachsene – besonders für Reisende, Eltern, Großeltern und alle, die engen Kontakt zu Babys und Kleinkindern haben.

Was ist Keuchhusten (Pertussis)?

Keuchhusten ist eine Infektion der Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht wird. Die Erkrankung verläuft in drei Phasen und ist bekannt für langanhaltende, krampfartige Hustenanfälle, die mit Atemaussetzern oder Erbrechen einhergehen können. Besonders Säuglinge sind gefährdet, da sie noch keinen eigenen Schutz aufbauen können und der schwere Husten zu Atemstillständen führen kann. Aber auch Jugendliche und Erwachsene können stark betroffen sein – und tragen wesentlich zur Weiterverbreitung der Krankheit bei.

Vorkommen

Keuchhusten kommt weltweit vor und betrifft alle Altersgruppen. Auch in Ländern mit hohen Impfquoten treten regelmäßig Erkrankungswellen auf, da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt und viele Erwachsene unbemerkt erkranken und ansteckend sind.

Besonders häufig treten Fälle auf in:

  • Kindertagesstätten und Schulen

  • Sportgruppen und Internaten

  • Familien mit Neugeborenen

  • Reisegruppen und Flugverkehr

Für Säuglinge und ältere Menschen ist das Risiko für Komplikationen besonders hoch.

Impfstoff-Serie

Grundimmunisierung + Auffrischungen

Schutzdauer

ca. 3–10 Jahre (nimmt ohne Auffrischung ab)

Risikobereiche

Weltweit

Übertragung

Die Bakterien verbreiten sich über Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen. Keuchhusten ist vor allem in den frühen Krankheitswochen hoch ansteckend. Erwachsene und Jugendliche übertragen Pertussis häufig, ohne zu wissen, dass sie infiziert sind – weil sie den Husten nicht mit Keuchhusten in Verbindung bringen. Durch die lange Ansteckungsphase entstehen leicht Infektionsketten im privaten, schulischen und beruflichen Umfeld sowie auf Reisen.

Symptome & Verlauf

Keuchhusten verläuft in drei charakteristischen Phasen, die sich über mehrere Wochen oder sogar Monate erstrecken. Anfangs ähneln die Beschwerden einer Erkältung, bevor der typische keuchende Husten einsetzt.

Häufige Symptome im Verlauf:

  • krampfartige Hustenanfälle, oft nachts

  • „kickerndes“ Einatmen zwischen den Hustenstößen

  • Erbrechen nach starkem Husten

  • Atemaussetzer bei Säuglingen

  • Erschöpfung durch wochenlange Hustenbelastung

Komplikationen umfassen Rippenbrüche durch Husten, Lungenentzündungen, Krampfanfälle und im Säuglingsalter lebensbedrohliche Atemstörungen.

Behandlung

Keuchhusten wird je nach Krankheitsphase unterschiedlich behandelt. Antibiotika helfen vor allem im frühen Stadium, um die Weiterverbreitung zu verringern. Später geht es vor allem darum, den Hustenreiz zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.

Therapiebausteine können sein:

  • Antibiotika zur Verkürzung der Ansteckungszeit

  • Hustenzustand an die Tagesstruktur anpassen: Ruhe, frische Luft, ausreichende Flüssigkeit

  • Atemunterstützung bei Säuglingen oder schweren Verläufen

  • stationäre Überwachung bei Atempausen oder Sauerstoffmangel

Besonders bei Babys ist eine frühe medizinische Versorgung entscheidend.

Schutz & Vorbeugung

Keuchhusten ist mit Abstand am schwierigsten über Hygienemaßnahmen zu kontrollieren, da schon kurze Kontakte zur Übertragung ausreichen. Viele Erwachsene sind sich nicht bewusst, dass sie ansteckend sind und Säuglinge gefährden können. Aus diesem Grund gilt die Impfung als wichtigste Schutzmaßnahme. Sie schützt nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern bricht auch Infektionsketten – insbesondere im Familienumfeld, in Schulen und auf Reisen.

Impfung gegen Keuchhusten

Die Impfung gegen Pertussis wird meist als Kombinationsimpfung verabreicht, z. B. Tdap/Td (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten) oder im Sechsfach-Impfstoff bei Säuglingen.

Die STIKO empfiehlt:

  • Grundimmunisierung im Säuglingsalter

  • Auffrischimpfung im Vorschulalter

  • Auffrischimpfung im Jugendalter

  • eine Impfung im Erwachsenenalter, sobald der Impfstatus unklar oder nicht aktuell ist

  • eine Impfung in jeder Schwangerschaft, um das Neugeborene mitzuschützen

Ein aktueller Impfschutz ist besonders wichtig für Eltern, Großeltern und Personen, die beruflich oder privat Kontakt zu Säuglingen haben.

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Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zu den Impfungen bei Vaxio? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen unten!

Ja. Ärztinnen und Ärzte können mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen, ob ausreichend Impfschutz besteht.

Je nach Impfstoff und Empfehlung kann eine Impfung erlaubt oder empfohlen sein. Bei Schwangerschaft immer ärztlichen Rat einholen, da der Schutz teilweise gezielt dem Baby zugutekommt.

 

Auch kurzfristige Impfungen können sinnvoll sein. Ärztinnen und Ärzte entscheiden, ob eine Sofortimpfung, eine Auffrischung oder ein Schnell-Schutzschema möglich ist.

Bei leichten Infekten ist eine Impfung in der Regel möglich. Bei starkem Fieber oder Immunsuppressiva sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Sobald keine Ansteckungsgefahr mehr besteht und das Kind sich wieder fit fühlt. Für Reisen sollte zusätzlich der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt werden.