Japanische Enzephalitis
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über die Japanische Enzephalitis und den Schutz durch die Impfung. Die Erkrankung ist eine Virusinfektion des Gehirns die durch Stechmücken in Teilen Asiens und des westlichen Pazifikraums übertragen wird. Für die meisten Reisenden ist das Risiko gering kann aber bei längeren Aufenthalten auf dem Land oder in Reisfeldern deutlich ansteigen. Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor einer potenziell schweren Erkrankung.
Was ist die Japanische Enzephalitis?
Die Japanische Enzephalitis ist eine Virusinfektion bei der vor allem das Gehirn betroffen ist. Verursacher ist ein Flavivirus das über Stechmücken auf den Menschen übertragen wird. Die meisten Infektionen verlaufen ohne Beschwerden oder nur mit leichter Krankheit. In einem kleinen Teil der Fälle entwickelt sich jedoch eine schwere Entzündung des Gehirns die zu Bewusstseinsstörungen Lähmungen oder bleibenden Schäden führen kann.
Die Krankheit tritt vor allem in ländlichen Gebieten auf in denen Reisfelder und Schweinehaltung vorkommen da diese als wichtige Wirte im natürlichen Kreislauf des Virus gelten. Für Reisende die sich längere Zeit im Freien aufhalten oder unter einfachen Bedingungen übernachten ist ein Impfschutz besonders wichtig.
Vorkommen
Die Japanische Enzephalitis kommt in verschiedenen Ländern in Ost und Südostasien sowie in Teilen des westlichen Pazifikraums vor. Das Risiko ist in ländlichen Gebieten mit intensiver Landwirtschaft höher vor allem dort wo Reisfelder und stehende Gewässer vorkommen.
- Erhöhte Risikosituationen sind längere Aufenthalte im ländlichen Asien vor allem während der Regen oder Mückensaison
- Übernachtungen in einfachen Unterkünften ohne Mückenschutz
- Reisen mit viel Aufenthalt im Freien etwa bei Fahrradtouren Trekking oder Feldarbeit
- Arbeitseinsätze im Gesundheitswesen in Landwirtschaft oder in der Entwicklungszusammenarbeit in betroffenen Regionen
Kurzfristige Städtereisen haben in der Regel ein deutlich geringeres Risiko als lange Aufenthalte auf dem Land.
Impfstoff-Serie
Zwei Dosen
Schutzdauer
circa 1-2 Jahre
Risikobereiche
Ländliches Asien
Übertragung
Die Japanische Enzephalitis wird durch den Stich infizierter Stechmücken auf den Menschen übertragen. Die Mücken stechen vor allem in den Abend und Nachtstunden. Das Virus zirkuliert zwischen Mücken Schweinen und Wasservögeln und der Mensch ist ein sogenannter Fehlwirt das heißt er trägt nicht zur Weiterverbreitung des Virus im natürlichen Kreislauf bei. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch findet nicht statt.
Das individuelle Risiko hängt davon ab wie lange man sich in einem betroffenen Gebiet aufhält wie intensiv der Kontakt zu Mückengebieten ist und wie gut der persönliche Mückenschutz umgesetzt wird.
Symptome & Verlauf
Die Mehrzahl der Infektionen verläuft unauffällig oder mit milden grippeähnlichen Beschwerden. Nur ein kleiner Teil der Infizierten entwickelt eine schwere Erkrankung des zentralen Nervensystems. Wenn es dazu kommt kann der Verlauf jedoch lebensbedrohlich sein.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe
• unspezifische Symptome wie Fieber Kopfschmerzen und Müdigkeit
• Übelkeit Erbrechen und allgemeines Krankheitsgefühl
• plötzlich zunehmende Bewusstseinsstörungen und Verwirrtheit
• Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen
• Koma und lebensbedrohliche Verläufe in schweren Fällen
• mögliche bleibende Schäden zum Beispiel Bewegungsstörungen oder geistige Einschränkungen
Gerade weil die Erkrankung selten aber schwerwiegend ist spielt die Vorbeugung durch Impfung und Mückenschutz eine zentrale Rolle.
Behandlung
Es gibt keine spezielle Virusbehandlung gegen die Japanische Enzephalitis. Die Therapie konzentriert sich darauf die Beschwerden zu lindern und lebenswichtige Funktionen zu stabilisieren. Schwere Verläufe müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Mögliche Behandlungsmaßnahmen
• engmaschige Überwachung im Krankenhaus bei neurologischen Symptomen
• Stabilisierung von Atmung Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt
• Behandlung von Krampfanfällen und Fieber
• intensive Pflege und Rehabilitation bei bleibenden neurologischen Ausfällen
Da der Verlauf nicht gezielt geheilt werden kann ist der vorbeugende Schutz umso wichtiger.
Schutz & Vorbeugung
Der wichtigste Schutz vor der Japanischen Enzephalitis ist die Kombination aus Impfung und konsequentem Mückenschutz. Reisende in betroffene Regionen sollten lange helle Kleidung tragen Mückenschutzmittel auf der Haut verwenden und nach Möglichkeit unter Moskitonetzen schlafen. Räume können zusätzlich mit Klimaanlage oder straff schließenden Fenstern gesichert werden.
Für Personen die längere Zeit in ländlichen Gebieten Asiens unterwegs sind häufig im Freien schlafen oder in der Landwirtschaft tätig sind wird eine Impfung dringend empfohlen. Auch Kinder die in betroffene Gebiete reisen haben ein erhöhtes Risiko und sollten besonders sorgfältig geschützt werden.
Impfung gegen die Japanische Enzephalitis
Für die Japanische Enzephalitis stehen Impfstoffe zur Verfügung die einen guten und langanhaltenden Schutz bieten. In der Regel werden zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen verabreicht. In besonderen Situationen sind je nach Impfstoff auch andere Schemata möglich.
Der Schutz wird meist wenige Wochen nach Abschluss der Impfserie erreicht und hält mehrere Jahre an. Bei erneutem oder dauerhaftem Aufenthalt in Risikogebieten kann nach einigen Jahren eine Auffrischung empfohlen werden. Die Impfung wird im Allgemeinen gut vertragen. Leichte Reaktionen an der Einstichstelle oder kurzfristige Müdigkeit können vorkommen verschwinden aber meist rasch.
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Bei reinen kurzen Städtereisen mit guter Infrastruktur ist das Risiko meist gering. Eine individuelle Beratung hilft zu klären ob in Ihrem Fall eine Impfung sinnvoll ist.
Idealerweise beginnen Sie einige Wochen vor Abreise damit der vollständige Schutz rechtzeitig aufgebaut ist. In manchen Fällen sind auch schnellere Schemata möglich.
Ja Kinder können ab einem bestimmten Alter geimpft werden und profitieren besonders wenn sie lange und viel im Freien sind.
In vielen Fällen kann die Impfung mit anderen Reiseimpfungen kombiniert werden. Ihr Impfzentrum plant den Ablauf so dass er zu Ihrem Reiseplan passt.
Konsequenter Mückenschutz ist immer wichtig senkt aber das Risiko nicht vollständig. Bei längerem Aufenthalt in Risikogebieten oder hoher Exposition wird die Impfung ausdrücklich empfohlen.