Hepatitis B

Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Hepatitis B und den Schutz durch die Impfung. Hepatitis B ist eine Virusinfektion der Leber die akut verlaufen kann und bei einem Teil der Betroffenen in eine chronische Erkrankung übergeht. Eine chronische Hepatitis B kann zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen. Die Erkrankung wird über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen und ist weltweit verbreitet. Die Impfung bietet einen sehr wirksamen und langfristigen Schut

Was ist Hepatitis B?

Hepatitis B ist eine durch ein Virus verursachte Entzündung der Leber. Das Virus wird als Hepatitis B Virus kurz HBV bezeichnet. Die Infektion kann als kurzzeitige akute Erkrankung auftreten oder in eine chronische Form übergehen. Vor allem eine chronische Infektion kann die Leber über Jahre schädigen und zu Zirrhose oder Leberkrebs führen.

Viele Menschen merken anfangs wenig von der Infektion oder verwechseln sie mit einem grippalen Infekt. Gerade deshalb sind Impfung und gezielte Vorsorgeuntersuchungen so wichtig um einen unbemerkten Übergang in eine chronische Erkrankung zu vermeiden.

Vorkommen

Hepatitis B ist weltweit verbreitet. Schätzungen gehen davon aus dass hunderte Millionen Menschen chronisch mit dem Virus infiziert sind. Besonders hohe Raten finden sich in Teilen Afrikas in Ost und Südostasien im Pazifikraum sowie im Amazonasgebiet. In Ländern mit hoher Impfquote und solider Gesundheitsversorgung ist die Verbreitung deutlich geringer dennoch kommen auch dort Neuinfektionen vor.

Reisende sollten ihren Impfstatus besonders prüfen wenn sie in Regionen unterwegs sind in denen Hepatitis B häufig vorkommt oder wenn sie dort medizinische Eingriffe planen oder engen Kontakt mit der Bevölkerung haben.

Typische Risikosituationen sind

  • medizinische Eingriffe oder Notfälle in Ländern mit unsicherer Sterilität

  • enger körperlicher Kontakt ohne Schutz zum Beispiel bei Sexualkontakten

  • Tätowierungen Piercings oder gemeinsamer Gebrauch von Rasierern und Spritzen

  • Leben oder Arbeiten in Regionen mit hoher Verbreitung von Hepatitis B

Impfstoff-Serie

3 Dosen

Schutzdauer

nahezu Lebenslang

Risikobereiche

Weltweit

Übertragung

Das Hepatitis B Virus wird durch Blut und bestimmte Körperflüssigkeiten übertragen. Eine Infektion kann entstehen wenn Blut oder andere infektiöse Flüssigkeiten in den Körper gelangen zum Beispiel über verletzte Haut oder Schleimhäute. Häufige Übertragungswege sind ungeschützter Sexualkontakt gemeinsamer Gebrauch von Spritzen oder Nadeln unsaubere medizinische oder kosmetische Eingriffe sowie die Übertragung von einer infizierten Mutter auf ihr Kind während der Geburt.

Das Virus wird nicht über alltägliche Kontakte wie Händeschütteln Umarmungen gemeinsames Essen oder durch Wasser und Lebensmittel übertragen.

Symptome & Verlauf

Viele Infektionen verlaufen zunächst unauffällig oder mit unspezifischen Beschwerden. Ein Teil der Betroffenen entwickelt jedoch deutliche Symptome einer akuten Leberentzündung. Bei einem kleineren Anteil vor allem wenn die Infektion im Kindesalter erworben wird bleibt das Virus dauerhaft im Körper und die Erkrankung wird chronisch.

Mögliche Beschwerden und Verläufe

  • Müdigkeit Abgeschlagenheit und Leistungsknick

  • Appetitlosigkeit Übelkeit und Oberbauchbeschwerden

  • Fieber Gelenk oder Muskelschmerzen

  • Gelbfärbung von Haut und Augen

  • dunkler Urin und heller Stuhl

  • Übergang in eine chronische Hepatitis mit langfristiger Leberschädigung

  • nach vielen Jahren Risiko für Leberzirrhose oder Leberkrebs

Behandlung

Die Behandlung richtet sich danach ob es sich um eine akute oder eine chronische Hepatitis B handelt.

Bei akuten Verläufen stehen meist die Linderung von Beschwerden und die Unterstützung der Leberfunktion im Mittelpunkt.

Bei chronischer Infektion geht es darum die Virusvermehrung zu bremsen und langfristige Leberschäden zu verhindern.

Mögliche Behandlungsmaßnahmen

  • engmaschige ärztliche Kontrollen von Leberwerten und Viruslast

  • antivirale Medikamente bei chronischer Hepatitis B zum Beispiel moderne Tabletten Therapien die die Vermehrung des Virus hemmen

  • konsequenter Verzicht auf Alkohol und leberschädigende Medikamente

  • Kontrolle auf mögliche Komplikationen wie Zirrhose oder Leberkrebs

  • in seltenen sehr schweren Fällen Lebertransplantation als letzte Option

Frühe Diagnose und konsequente Behandlung verbessern die Langzeitprognose deutlich.

Schutz & Vorbeugung

Hepatitis B lässt sich sehr wirksam durch eine Impfung verhindern. Darüber hinaus spielen sichere Sexualpraktiken die Vermeidung gemeinsamer Nutzung von Spritzen und Nadeln sowie strikte Hygienestandards bei medizinischen Eingriffen eine wichtige Rolle. Blutspenden werden in modernen Gesundheitssystemen routinemäßig auf Hepatitis B getestet.

Besonders wichtig ist der Schutz für Neugeborene von infizierten Müttern da bei ihnen ein sehr hohes Risiko für eine chronische Infektion besteht. Hier können eine frühzeitige Impfung des Kindes und gegebenenfalls zusätzliche Antikörpergabe die Übertragung in den meisten Fällen verhindern.

Impfung gegen Hepatitis B

Die Impfung gegen Hepatitis B ist seit vielen Jahren verfügbar und sehr wirksam. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt dass Säuglinge möglichst früh im Leben geimpft werden idealerweise mit einer ersten Dosis kurz nach der Geburt gefolgt von weiteren Dosen im Abstand von einigen Wochen.

In Deutschland wird die Impfung im Rahmen der Standardimpfungen für Kinder angeboten und zusätzlich für Risikogruppen wie medizinisches Personal Menschen mit häufigem Blutkontakt Reisen in Regionen mit hoher Verbreitung von Hepatitis B und für weitere besonders exponierte Gruppen empfohlen.

Die Schutzwirkung hält nach vollständiger Impfserie mindestens zwanzig Jahre und in vielen Fällen lebenslang an. Auffrischimpfungen sind für die meisten gesunden Menschen nicht routinemäßig erforderlich können aber für bestimmte Risikogruppen sinnvoll sein.

Die Impfstoffe gelten als gut verträglich. Lokale Reaktionen wie Rötung an der Einstichstelle oder kurzfristige Müdigkeit sind möglich bilden sich jedoch in der Regel rasch zurück.

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Ein Bluttest kann zeigen ob schützende Antikörper gegen Hepatitis B vorhanden sind. Der sogenannte Anti HBs Wert wird dabei im Labor bestimmt und hilft Ärztinnen und Ärzten zu entscheiden ob eine Impfung oder Auffrischung nötig ist.

Ja inaktivierte Hepatitis B Impfstoffe gelten in der Schwangerschaft als sicher wenn eine Impfung medizinisch sinnvoll ist zum Beispiel bei erhöhtem Infektionsrisiko. Fachgesellschaften und Gesundheitsbehörden empfehlen die Impfung für Schwangere mit Risiko damit Mutter und Kind vor einer Infektion geschützt werden.

In der Regel muss die Impfserie nicht von vorne begonnen werden. Bereits erhaltene Dosen bleiben wirksam und es werden die fehlenden Impfungen nachgeholt. Ärztinnen und Ärzte planen das weitere Vorgehen anhand des Impfpasses und der bisher verabreichten Dosen.

Viele Länder empfehlen die Impfung grundsätzlich für alle Kinder und oft auch für Erwachsene insbesondere wenn das Infektionsrisiko steigen kann zum Beispiel durch Reisen neue Partnerschaften oder medizinische Eingriffe. In Deutschland wird die Impfung vor allem für Säuglinge Kinder und definierte Risikogruppen empfohlen eine individuelle Beratung ist sinnvoll.

Nach einem Risiko Kontakt kann eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe aus Impfung und gegebenenfalls zusätzlichen Antikörpern das Infektionsrisiko deutlich senken. Diese Maßnahme sollte so schnell wie möglich nach dem Ereignis eingeleitet werden und wird ärztlich beurteilt.