Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über FSME Frühsommer Meningoenzephalitis und den Schutz durch die Impfung. FSME ist eine durch Zecken übertragene Virusinfektion die Gehirn und Hirnhäute betreffen kann. In vielen Regionen Europas gehören Zeckenstiche zum Alltag besonders für Menschen die sich viel in der Natur aufhalten. Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor schweren Verläufen.

Was ist FSME?

FSME ist eine Virusinfektion des zentralen Nervensystems die durch Zecken übertragen wird. Nach einem Stich kann das Virus zunächst eine grippeähnliche Erkrankung auslösen und in einem zweiten Schritt das Gehirn oder die Hirnhäute befallen. Die Verläufe reichen von milden Beschwerden bis hin zu schweren Entzündungen mit länger anhaltenden neurologischen Ausfällen.

Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer FSME und nicht jede FSME verläuft schwer. Da aber keine gezielte Virusbehandlung zur Verfügung steht und bleibende Schäden möglich sind kommt der Vorbeugung durch Impfung und Zeckenschutz eine besondere Bedeutung zu.

Vorkommen

FSME kommt in zahlreichen europäischen Ländern vor. In Deutschland sind vor allem südliche Bundesländer betroffen zum Beispiel Bayern und Baden Württemberg. Risikogebiete finden sich außerdem in Teilen von Österreich Tschechien der Schweiz dem Baltikum und weiteren Ländern Osteuropas. Auch einzelne Regionen Skandinaviens und Russlands sind betroffen.

Erhöhte Risikosituationen sind:

häufige Aufenthalte im Freien in Wäldern Wiesen oder hohem Gras in bekannten FSME Gebieten

berufliche oder regelmäßige Freizeitaktivitäten im Forst in der Landwirtschaft oder im Gartenbau

Reisen in bekannte FSME Risikogebiete zum Beispiel nach Süddeutschland Österreich Tschechien oder ins Baltikum

lange Aufenthalte in Ferienhäusern oder auf Campingplätzen in Naturgebieten

Impfstoff-Serie

Drei Dosen

Schutzdauer

3-5 jahre

Risikobereiche

Süddeutschland Österreich Tschechien Baltikum

Übertragung

FSME Viren werden in der Regel durch den Stich infizierter Zecken auf den Menschen übertragen. Die Zecke nimmt das Virus von infizierten Wildtieren auf und kann es beim Blutsaugen weitergeben. In seltenen Fällen kann eine Ansteckung auch über Rohmilch von infizierten Ziegen oder Schafen erfolgen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch findet im Alltag nicht statt.

Das Risiko für einen Zeckenstich ist vor allem in der warmen Jahreszeit erhöht wenn sich Menschen viel im Freien aufhalten. Zecken sitzen gerne in Bodennähe im Gras oder auf niedrigen Sträuchern und werden beim Vorbeigehen abgestreift.

Symptome & Verlauf

Die Erkrankung verläuft meist zweiphasig. Nach einer ersten unspezifischen Phase mit grippeähnlichen Beschwerden kann eine zweite Phase mit Beteiligung von Gehirn und Hirnhäuten folgen.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:

zunächst Fieber Müdigkeit Kopf und Gliederschmerzen ähnlich einem grippalen Infekt

nach einer beschwerdearmen Pause erneuter Fieberanstieg

starke Kopfschmerzen Nackensteifigkeit und Übelkeit als Zeichen einer Hirnhautentzündung

neurologische Ausfälle wie Lähmungen Sehstörungen oder Gleichgewichtsprobleme bei Beteiligung des Gehirns

länger anhaltende Erschöpfung Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen nach überstandener Infektion

Nicht jede Infektion führt zu schweren Beschwerden aber ein Teil der Erkrankten kann bleibende Beeinträchtigungen zurückbehalten.

Behandlung

Für FSME gibt es keine gezielte Virusbehandlung. Die Therapie konzentriert sich darauf die Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden. Bei ausgeprägten neurologischen Symptomen ist meist ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:

Schmerztherapie und Fiebersenkung zur Linderung von Kopf und Gliederschmerzen

ausreichend Flüssigkeit und körperliche Schonung während der akuten Phase

engmaschige Überwachung bei Beteiligung des Nervensystems häufig im Krankenhaus

physiotherapeutische und rehabilitative Maßnahmen bei anhaltenden Lähmungen oder Schwäche

neurologische Nachsorge wenn längerfristig Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen bestehen

Da die Behandlung nur unterstützend ist spielt die vorbeugende Impfung eine zentrale Rolle.

Schutz & Vorbeugung

Der wichtigste Schutz vor FSME in Risikogebieten ist die Impfung. Sie senkt deutlich das Risiko einer Hirnhaut oder Gehirnentzündung nach einem Zeckenstich. Zusätzlich sollten Zeckenstiche möglichst vermieden werden. Dazu gehören lange geschlossene Kleidung in der Natur festes Schuhwerk die Verwendung von Zeckenschutzmitteln auf der Haut und das sorgfältige Absuchen des Körpers nach Aufenthalten im Freien.

Zecken sollten bei einem Stich zeitnah mit geeigneten Hilfsmitteln entfernt werden. Da FSME Viren bereits zu Beginn des Saugaktes übertragen werden können schützt frühes Entfernen nicht sicher vor einer Infektion ersetzt aber keinesfalls die Impfung.

Impfung gegen FSME

Die FSME Impfung besteht in der Regel aus drei Dosen. Die ersten zwei Dosen folgen in kurzem Abstand damit sich schnell ein Grundschutz aufbaut. Die dritte Dosis sorgt für einen längerfristigen Schutz. Für Menschen die kurzfristig in ein Risikogebiet reisen gibt es je nach Impfstoff Schnellimpfschemata bei denen der Grundschutz in kürzerer Zeit erreicht werden kann.

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung sind regelmäßige Auffrischimpfungen erforderlich. Je nach Alter und Impfstoff werden diese etwa alle drei bis fünf Jahre empfohlen. Besonders wichtig ist die Impfung für Menschen die in FSME Gebieten leben oder sich dort regelmäßig im Freien aufhalten sowie für Reisende die Natur und Outdooraktivitäten planen.

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Haben Sie noch Fragen?

Haben Sie noch Fragen zu den Impfungen bei Vaxio? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen unten!

Für reine Aufenthalte im städtischen Bereich ohne Naturaktivitäten ist das Risiko meist gering. Wenn jedoch Wanderungen Ausflüge in Wälder oder Wiesen geplant sind ist eine Impfung sinnvoll.

Idealerweise beginnen Sie einige Wochen vor der Reise damit zumindest zwei Dosen verabreicht werden können. In bestimmten Situationen können Schnellimpfschemata eingesetzt werden.

Nein die Impfung schützt nur vor FSME. Andere Erreger wie Borrelien werden von der Impfung nicht abgedeckt. Zeckenschutz bleibt deshalb immer wichtig.

Ja. Die Impfung schützt zwar vor FSME aber nicht vor anderen Erkrankungen durch Zecken. Mechanischer Zeckenschutz und Absuchen der Haut bleiben sinnvoll.

Ja gerade Kinder spielen häufig im Freien und sind Zecken besonders ausgesetzt. In vielen Risikogebieten wird die Impfung bereits im Kindesalter empfohlen.