Diphtherie Tetanus Pertussis DTP
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu DTP, der Kombinationsimpfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (Pertussis). Diese drei Erkrankungen können zu schweren Verläufen mit Atemnot, Lähmungen oder langanhaltenden Hustenanfällen führen, sind aber durch eine gezielte Impfung in vielen Fällen vermeidbar.
Was sind Diphtherie Tetanus und Pertussis?
Diphtherie ist eine bakterielle Infektion, die vor allem Rachen und Atemwege befällt. Typisch sind Beläge im Hals, Schluckbeschwerden und die Gefahr, dass sich Gifte im Körper ausbreiten und Herz oder Nerven schädigen.
Tetanus wird durch ein Bakterium ausgelöst, dessen Gift das Nervensystem angreift. Es kommt zu schmerzhaften Muskelkrämpfen und Verkrampfungen von Kiefer und Körpermuskulatur. Die Erkrankung ist lebensbedrohlich und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.
Pertussis, also Keuchhusten, ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektion der Atemwege. Sie führt zu wochenlangen, stakkatoartigen Hustenanfällen mit pfeifender Atmung, die insbesondere für Säuglinge und Menschen mit Vorerkrankungen gefährlich sein können.
Die DTP Impfung kombiniert den Schutz gegen alle drei Erkrankungen in einem Impfstoff, der sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen eingesetzt wird.
Vorkommen
Diphtherie, Tetanus und Pertussis kommen grundsätzlich weltweit vor, treten aber in Regionen mit guter Impfquote deutlich seltener auf. Diphtherie wird in Ländern mit niedriger Durchimpfungslage und eingeschränkter medizinischer Versorgung immer wieder beobachtet. Tetanus kann überall dort vorkommen, wo Wunden mit Erde oder Schmutz in Kontakt kommen und der Impfschutz fehlt. Keuchhusten zirkuliert auch in Ländern mit hohem Impfstandard immer wieder, vor allem in Wellen.
Erhöhte Risikosituationen sind
• Reisen in Länder mit niedrigem Impfstandard oder instabilen Gesundheitssystemen
• Arbeiten oder Tätigkeiten mit erhöhter Verletzungsgefahr zum Beispiel in Landwirtschaft, Handwerk oder Gartenarbeit ohne sicheren Tetanusschutz
• Kontakt zu ungeimpften oder nur teilweise geimpften Kindern und Säuglingen bei fehlender Auffrischimpfung gegen Pertussis
• länger zurückliegende letzte Diphtherie oder Tetanusimpfung, insbesondere bei älteren Erwachsenen
• Schwangerschaft ohne aktuelle Keuchhustenauffrischung, wenn ein Neugeborenes im Umfeld zu erwarten ist
Impfstoff-Serie
Einmalig (für Erwachsene)
Schutzdauer
10 Jahre
Risikobereiche
Weltweit
Übertragung
Diphtherie und Pertussis werden in erster Linie über Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen die Bakterien in kleinen Tröpfchen in die Luft und können von anderen Personen über die Atemwege aufgenommen werden. Enge Kontakte in Familien, Kindergärten, Schulen oder Gemeinschaftseinrichtungen begünstigen die Ausbreitung.
Tetanus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die Bakterien bilden widerstandsfähige Sporen, die in Erde und Staub vorkommen. Gelangen diese über eine Wunde in den Körper, kann sich der Erreger vermehren und sein Gift freisetzen. Selbst kleine Verletzungen, Stiche oder Tierbisse können ausreichen, wenn kein Impfschutz besteht
Symptome & Verlauf
Die drei Erkrankungen zeigen jeweils typische Beschwerdebilder, können aber alle schwere Verläufe nehmen. Unbehandelt sind sie potenziell lebensbedrohlich, vor allem bei unzureichendem Impfschutz und Vorerkrankungen.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind
• Diphtherie mit Halsschmerzen, Heiserkeit, Fieber und grau weißen Belägen im Rachen, die zu Atemnot führen können
• bei Diphtherie mögliche Ausbreitung von Giften im Körper mit Herzmuskelentzündung, Nervenschädigungen und Kreislaufproblemen
• Tetanus mit schmerzhaften Muskelkrämpfen, Versteifung der Kaumuskulatur, Rückenüberstreckung und Atemproblemen
• bei Tetanus Gefahr von Erstickung, Herz Kreislauf Versagen und langwierigen Verläufen auch bei Behandlung
• Pertussis mit anfänglich erkältungsähnlichen Symptomen, später typischen Hustenanfällen mit keuchender Einatmung, Erbrechen nach Husten und Schlafstörungen
• bei Keuchhusten besonders bei Säuglingen Risiko für Atemstillstände, Lungenentzündungen und Krankenhausbehandlung
Frühe Diagnose und konsequente Behandlung können den Verlauf abmildern, ersetzen aber den vorbeugenden Impfschutz nicht.
Behandlung
Alle drei Erkrankungen erfordern eine ärztliche Behandlung, häufig im Krankenhaus, vor allem bei schweren Verläufen oder Risikopatientinnen und patienten. Die Therapie richtet sich sowohl gegen die Erreger als auch gegen deren Toxine und die Folgeschäden im Körper.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind
• bei Diphtherie möglichst frühzeitige Gabe eines Gegengifts (Antitoxin) und von Antibiotika, intensive Überwachung von Atmung und Kreislauf sowie gegebenenfalls Isolierung der Patientin oder des Patienten
• bei Tetanus gründliche Wundversorgung, Gabe von Tetanus Immunglobulin, Antibiotika und intensive Betreuung zur Kontrolle von Krämpfen, Atmung und Kreislauf
• bei Pertussis insbesondere in der frühen Phase Einsatz von Antibiotika zur Verringerung der Ansteckungsfähigkeit und zur Abmilderung des Verlaufs
• symptomorientierte Behandlung mit Atemunterstützung, Schmerztherapie, Hustenlinderung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr je nach Erkrankung
• engmaschige Überwachung von Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit Herz oder Lungenerkrankungen, da bei ihnen Komplikationen häufiger sind
• Nachsorge und gegebenenfalls Rehabilitation bei schweren Verläufen mit längerer Erholungsphase
Auch nach einer durchgemachten Erkrankung ist eine Impfung beziehungsweise Auffrischung oft sinnvoll, da der natürliche Schutz nicht immer zuverlässig und dauerhaft ist.
Schutz & Vorbeugung
Der wichtigste Schutz vor Diphtherie, Tetanus und Pertussis ist ein vollständiger und regelmäßig aufgefrischter Impfschutz. Die Grundimmunisierung erfolgt in der Regel im Kindesalter, häufig in Kombination mit weiteren Impfstoffen. Im Jugend und Erwachsenenalter sind Auffrischimpfungen in bestimmten Abständen wichtig, um den Schutz zu erhalten.
Zusätzlich senkt eine gute Wundhygiene das Risiko für Tetanus. Verletzungen sollten möglichst rasch gereinigt und bei tiefen oder verschmutzten Wunden ärztlich beurteilt werden. Bei Husten und Atemwegsinfekten helfen Husten und Niesetikette und regelmäßiges Händewaschen dabei, andere vor bakteriellen Infektionen der Atemwege zu schützen – ersetzen aber den Impfstoff nicht. Für Schwangere kann eine gezielte Pertussis Auffrischimpfung empfohlen werden, um Neugeborene indirekt in den ersten Lebensmonaten zu schützen.
Impfung gegen DTP
Die DTP Impfung ist eine Kombinationsimpfung, die gleichzeitig vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt. Sie wird üblicherweise im Rahmen des regulären Impfkalenders im Kindesalter gegeben und im weiteren Leben in bestimmten Abständen aufgefrischt.
Im Erwachsenenalter werden Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus empfohlen, die in festgelegten Intervallen erfolgen. Dabei wird häufig ein Kombinationsvakzin verwendet, das zusätzlich auch Pertussis abdeckt. So lässt sich der Impfschutz unkompliziert erneuern, ohne mehrere Einzelimpfungen zu benötigen.
Die Impfung ist in der Regel gut verträglich. Häufig sind leichte Reaktionen wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle sowie kurzfristiges Unwohlsein oder leichtes Fieber. Schwere Nebenwirkungen sind selten. Der Nutzen der Impfung überwiegt das Risiko in aller Regel deutlich.
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Wie oft muss die DTP Impfung im Erwachsenenalter aufgefrischt werden?
Im Erwachsenenalter wird in der Regel ein regelmäßiger Auffrischabstand für Diphtherie und Tetanus empfohlen. Bei einer dieser Auffrischungen sollte zusätzlich ein Impfstoff mit Pertussis Komponente genutzt werden, um auch den Keuchhustenschutz zu erneuern. Die genaue Planung erfolgt in der ärztlichen Beratung.
Eine durchgemachte Infektion bietet nicht immer einen zuverlässigen und dauerhaften Schutz, insbesondere bei Pertussis. Deshalb wird häufig trotz überstandener Erkrankung weiterhin eine Impfung oder Auffrischung empfohlen, um einen sicheren Langzeitschutz zu gewährleisten.
Bestimmte Kombinationsimpfstoffe mit Pertussis Komponente werden in vielen Empfehlungen ausdrücklich in der späten Schwangerschaft eingesetzt, um das Neugeborene in den ersten Lebensmonaten mit zu schützen. Ob und wann geimpft wird, sollte individuell mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt besprochen werden.
Ja. Für Kinder und für Erwachsene stehen meist Impfstoffe mit unterschiedlicher Wirkstoffmenge zur Verfügung. Bei Auffrischimpfungen im Erwachsenenalter werden in der Regel sogenannte „Erwachsenendosen“ mit reduzierter Antigenmenge verwendet, um eine gute Verträglichkeit bei gleichzeitig ausreichender Immunantwort zu gewährleisten.
Wenn der Impfstatus unklar ist oder Einträge im Impfpass fehlen, kann eine Auffrischimpfung sinnvoll sein. In einer ärztlichen Beratung wird gemeinsam eingeschätzt, ob eine Grundimmunisierung neu aufgebaut oder lediglich eine Auffrischung erforderlich ist.