Masern Mumps Röteln (MMR)
Willkommen bei Vaxio. Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen zu Masern, Mumps und Röteln sowie zur MMR Kombinationsimpfung. Diese drei Virusinfektionen können ernsthafte Komplikationen wie Lungenentzündungen, Hirnentzündungen, Hörschäden oder Fehlbildungen beim ungeborenen Kind verursachen – sind aber durch eine gut verträgliche Impfung in den meisten Fällen vermeidbar.
Was sind Masern Mumps und Röteln MMR?
Masern, Mumps und Röteln sind hochansteckende Virusinfektionen, die sich vor allem über Tröpfchen und engen Kontakt verbreiten. Sie gelten klassisch als „Kinderkrankheiten“, können aber Menschen jeden Alters betreffen. Ungeimpfte Jugendliche und Erwachsene haben häufig ein höheres Risiko für schwere Verläufe.
Masern betreffen vor allem Atemwege und Immunsystem. Es kommt zu starkem Krankheitsgefühl, hohem Fieber und einem typischen Ausschlag. Komplikationen können unter anderem Lungenentzündungen und Entzündungen des Gehirns sein.
Mumps führt häufig zu schmerzhaften Schwellungen der Speicheldrüsen im Bereich der Wangen. Zusätzlich kann es zu Entzündungen von Hoden, Eierstöcken, der Bauchspeicheldrüse oder der Hirnhäute kommen.
Röteln verlaufen meist milde, können sogar unbemerkt bleiben. Besonders gefährlich sind sie jedoch in der Schwangerschaft, weil eine Infektion des ungeborenen Kindes zu schweren Fehlbildungen führen kann.
Die MMR Impfung fasst den Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln in einer Kombinationsimpfung zusammen, sodass mit wenigen Injektionen ein umfassender Langzeitschutz aufgebaut werden kann.
Vorkommen
Masern, Mumps und Röteln kommen grundsätzlich weltweit vor. In Regionen mit guter Impfquote treten sie seltener auf, können aber jederzeit wieder eingeschleppt werden. In Ländern und Bevölkerungsgruppen mit Impflücken sind größere Ausbrüche möglich.
Erhöhte Risikosituationen sind
• Aufenthalte in Regionen oder Gemeinschaften mit unzureichendem Impfschutz
• Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Krippe, Kita, Schule, Internat, Studium oder Wohnheim
• berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen, in Kitas, Schulen oder anderen Einrichtungen mit engem Personenkontakt
• ungeklärter oder unvollständiger Impfstatus bei Jugendlichen und Erwachsenen
• Schwangerschaft ohne sicheren Rötelnschutz, insbesondere bei Kontakt zu Kindern im Kita oder Schulalter
Impfstoff-Serie
Einmalig (für Erwachsene)
Schutzdauer
nahezu Lebenslang
Risikobereiche
Weltweit
Übertragung
Die Viren werden hauptsächlich über Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen, Sprechen und über engen direkten Kontakt übertragen. Masernviren sind dabei besonders ansteckend und können sich schon bei vergleichsweise kurzem Kontakt in geschlossenen Räumen verbreiten.
Ansteckend ist man in der Regel bereits einige Tage bevor typische Symptome wie Ausschlag oder Drüsenschwellungen sichtbar werden, und noch mehrere Tage danach. Weil die Erkrankungen schon während dieser Vorphase weitergegeben werden können, kommt es ohne Impfschutz besonders leicht zu Ausbrüchen in Familien, Kitas, Schulen oder dicht besetzten Räumen.
Symptome & Verlauf
Die drei Erkrankungen unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild, haben aber gemeinsam, dass sie deutlich schwerer verlaufen können als oft angenommen.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind
• Masern zunächst grippeähnliche Symptome mit Fieber, Husten, Schnupfen und geröteten Augen, später ein großfleckiger Ausschlag am ganzen Körper mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl
• bei Masern mögliche Komplikationen wie Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und Hirnentzündungen mit Risiko bleibender Schäden
• Mumps mit schmerzhafter Schwellung der Ohrspeicheldrüsen, Schmerzen beim Kauen, Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl
• bei Mumps mögliche Entzündungen von Hoden oder Eierstöcken, der Bauchspeicheldrüse sowie der Hirnhäute, in Einzelfällen mit Risiko für bleibende Hörstörungen oder Fruchtbarkeitsprobleme
• Röteln mit eher mildem Verlauf, feinfleckigem Ausschlag, leichtem Fieber und geschwollenen Lymphknoten, besonders im Nacken und hinter den Ohren
• in der Schwangerschaft Gefahr schwerer Schädigungen des ungeborenen Kindes bei Rötelninfektion, insbesondere im ersten Drittel der Schwangerschaft
Viele dieser Komplikationen lassen sich durch eine vollständige MMR Impfung deutlich reduzieren.
Behandlung
Spezifische antivirale Therapien für Masern, Mumps und Röteln stehen im Alltag nicht zur Verfügung. Die Behandlung konzentriert sich auf Linderung der Beschwerden und auf die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Komplikationen.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind
• ärztliche Abklärung bei Fieber, Ausschlag, schmerzhafter Drüsenschwellung oder unklarem Krankheitsgefühl, insbesondere nach Kontakt zu Erkrankten oder bei ungeimpftem Status
• ausreichend Ruhe, Flüssigkeitszufuhr und gegebenenfalls fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente nach ärztlicher Empfehlung
• Beobachtung auf Zeichen von Komplikationen, zum Beispiel anhaltend hohes Fieber, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Ohrenschmerzen oder starke Bauchschmerzen
• frühzeitige Behandlung von bakteriellen Zweitinfektionen etwa Mittelohr oder Lungenentzündungen, wenn diese auftreten
• räumliche Trennung von besonders gefährdeten Personen, etwa ungeimpften Säuglingen, Schwangeren oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem
• bei Gruppensituationen organisatorische Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektionsketten, etwa vorübergehender Ausschluss Erkrankter aus Gemeinschaftseinrichtungen während der Ansteckungszeit
Die beste „Behandlung“ ist die Vermeidung der Erkrankung durch rechtzeitige Impfung.
Schutz & Vorbeugung
Die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Masern, Mumps und Röteln ist eine vollständige MMR Impfung. Sie schützt sowohl die geimpfte Person als auch indirekt andere Menschen im Umfeld, indem die Weiterverbreitung der Viren deutlich eingeschränkt wird. Besonders bei engem Kontakt zu Kindern, in medizinischen Berufen oder bei Kinderwunsch sollte der Impfstatus sorgfältig geprüft werden.
Zusätzlich ist bei Erkrankten oder Verdachtsfällen die Vermeidung unnötiger Kontakte entscheidend. Kinder und Erwachsene mit Fieber, Ausschlag oder typischen Mumps oder Rötelnzeichen sollten zu Hause bleiben, bis sie nach ärztlicher Einschätzung nicht mehr ansteckend sind. Hygienemaßnahmen wie Husten und Niesetikette und gründliches Händewaschen ergänzen den Schutz, können die Impfung aber nicht ersetzen.
Impfung gegen MMR
Die MMR Impfung ist eine Kombinationsimpfung, die in einer Spritze gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln schützt. In vielen Impfplänen werden zwei Dosen empfohlen, meist im frühen Kindesalter mit einem Mindestabstand zwischen den Dosen. Nach zwei Impfungen besteht bei den meisten Menschen ein zuverlässiger und langfristiger Schutz.
Auch Jugendliche und Erwachsene können eine Impfung nachholen, wenn der Impfstatus unklar ist oder nur eine Dosis verabreicht wurde. Für Personen mit häufigem Kontakt zu vielen Menschen, etwa im Gesundheitswesen oder in Gemeinschaftseinrichtungen, ist eine vollständige MMR Impfung besonders wichtig.
Die Impfung gilt als gut verträglich. Häufige leichte Reaktionen sind eine Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder ein milder masern oder rötelnähnlicher Ausschlag einige Tage nach der Impfung. Schwere Nebenwirkungen sind selten.
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Haben Sie noch Fragen?
Haben Sie noch Fragen zu den Impfungen bei Vaxio? Dann werfen Sie einen Blick auf die häufig gestellten Fragen unten!
In der Regel gelten zwei dokumentierte MMR Impfungen nach dem ersten Geburtstag als vollständiger Schutz. Wer diese beiden Dosen erhalten hat, braucht normalerweise keine weiteren Standardauffrischungen.
Ist eine MMR Impfung im Erwachsenenalter noch sinnvoll?
Die MMR Impfung wird in der Schwangerschaft nicht neu begonnen. Ideal ist es, den Impfstatus bereits vor einer geplanten Schwangerschaft zu überprüfen und fehlende Impfungen rechtzeitig nachzuholen. Bei bestehender Schwangerschaft wird individuell beraten, wie mit fehlendem Schutz umgegangen wird.
Ein vollständiger Impfschutz senkt das Risiko sehr deutlich, schließt eine Erkrankung aber nicht mit absoluter Sicherheit aus. Falls es trotz Impfung zu einer Infektion kommt, verläuft diese meist milder und mit geringerem Komplikationsrisiko
Masern, Mumps und Röteln können auf Reisen leicht übertragen werden, besonders bei engem Kontakt in Bussen, Flugzeugen, Unterkünften oder Schulen. Eine vollständige MMR Impfung schützt sowohl die Reisenden selbst als auch das Umfeld nach der Rückkehr, indem das Risiko eingeschleppter Ausbrüche sinkt.