Diphtherie
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Diphtherie und den Schutz durch die Impfung. Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung, die vor allem die Atemwege betrifft und lebensbedrohliche Komplikationen verursachen kann. Das Toxin des Bakteriums kann Organe wie Herz, Nieren und Nervensystem angreifen. Besonders auf Reisen und bei engem Kontakt mit vielen Menschen sollte der eigene Impfschutz überprüft werden, da Diphtherie in vielen Teilen der Welt weiterhin verbreitet ist.
Was ist Diphtherie?
Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Art Corynebacterium diphtheriae verursacht wird. Am bekanntesten ist die Atemwegsdiphtherie, bei der sich ein grau-weißlicher Belag im Rachen bildet, der zu Atemnot, starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden führen kann. Die Bakterien produzieren ein Toxin, das über den Blutkreislauf in den Körper gelangt und lebenswichtige Organe schädigen kann. Besonders gefürchtet sind Herzmuskelentzündungen, Lähmungen sowie Nieren- und neurologische Komplikationen.
Die Erkrankung betrifft Menschen jeden Alters, verläuft bei ungeimpften Personen jedoch deutlich schwerer. Ohne frühe Behandlung kann Atemnot lebensbedrohlich werden, und das Toxin kann bleibende Schäden verursachen. Durch konsequente Impfprogramme ist Diphtherie in vielen Ländern selten geworden – aber nicht verschwunden.
Vorkommen
Diphtherie kommt weltweit vor. Am häufigsten tritt sie in Regionen auf, in denen medizinische Versorgung eingeschränkt ist oder Impfprogramme nicht konsequent umgesetzt werden. Dazu zählen vor allem Teile von Afrika, Asien, Osteuropa sowie Süd- und Mittelamerika.
Erhöhte Infektionswahrscheinlichkeit besteht bei:
Reisen in Länder mit niedriger Impfquote
längeren Auslandsaufenthalten und humanitären Einsätzen
engen Kontakten in Gemeinschaftseinrichtungen oder Reisegruppen
Auch in Deutschland treten immer wieder Fälle auf, meist durch importierte Infektionen. Deshalb empfehlen Gesundheitsbehörden, den Impfstatus regelmäßig zu überprüfen — insbesondere vor Reisen und für Menschen mit internationalem Arbeitsumfeld.
Impfstoff-Serie
Grundimmunisierung + Auffrischungen
Schutzdauer
ca. 5–10 Jahre
Risikobereiche
Weltweit
Übertragung
Diphtherie wird hauptsächlich über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Auch direkter Kontakt mit Wunden oder gemeinsam genutzten Gegenständen kann ansteckend sein. Die Krankheit verbreitet sich besonders leicht in Innenräumen, in engen sozialen Gruppen oder bei Reisen.
Ansteckend sind Infizierte in der Regel zwei bis vier Wochen, in Ausnahmefällen länger — auch dann, wenn die Symptome bereits nachlassen.
Symptome & Verlauf
Zu den frühen Symptomen gehören Halsschmerzen, Heiserkeit, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Anschließend bildet sich der typische Belag im Rachen, der das Atmen und Schlucken erschwert. Kinder und Erwachsene klagen häufig über deutliche Schluckbeschwerden und starken Halsdruck.
Komplikationen entstehen, wenn das bakteriell produzierte Toxin Organe schädigt. Dazu zählen unter anderem:
Herzmuskelentzündung
Atemlähmungen durch Nervenschädigung
Nierenfunktionsstörungen
schwere Herzrhythmusstörungen
Ohne schnell eingeleitete Behandlung kann Diphtherie lebensbedrohlich werden.
Behandlung
Diphtherie muss immer ärztlich behandelt werden. Die Therapie besteht aus zwei Komponenten:
Antitoxin, um das Toxin im Körper zu neutralisieren
Antibiotika, um die Erreger zu bekämpfen
Betroffene müssen engmaschig medizinisch überwacht werden, insbesondere bei Atem- und Herzbeteiligung. Auch enge Kontaktpersonen können vorsorglich untersucht und behandelt werden, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.
Schutz & Vorbeugung
Hygiene allein schützt nicht zuverlässig vor Diphtherie. Der wichtigste Schutz bleibt die Impfung. Erkrankte sollten keinen engen Kontakt zu anderen haben, besonders zu Säuglingen, ungeimpften Personen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Auffrischimpfungen sind entscheidend, da der Impfschutz im Laufe der Jahre nachlässt.
Impfung gegen Diphtherie
Die Diphtherie-Impfung gehört zu den wichtigsten Standardimpfungen. Sie wird in Kombination verabreicht, z. B. als Tdap/Td (Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten) oder im Sechsfach-Impfstoff bei Säuglingen.
Die STIKO empfiehlt:
Grundimmunisierung im Säuglingsalter
Auffrischimpfung im Jugendalter
danach Auffrischung alle 10 Jahre
Für Reisende, medizinisches Personal oder Betreuungspersonen von Kindern wird eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung mehr als 5 Jahre zurückliegt.
Die Impfstoffe gelten als gut verträglich und schützen effektiv vor Erkrankung und Komplikationen.
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Ja. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet, und das Infektionsrisiko ist in Ländern mit niedriger Impfquote besonders hoch.
Über Tröpfchen und engen Körperkontakt. Die Ansteckungsphase dauert meist zwei bis vier Wochen, in Einzelfällen länger.
Ja. Ohne schnelle Behandlung kann das Toxin Organschäden, Atemnot und Herzprobleme verursachen.
Ja. Eine Auffrischung wird insbesondere vor Reisen oder bei beruflichem Kontakt zu Kindern oder Patientinnen und Patienten empfohlen.
Alle 10 Jahre. Für Reisen oder erhöhtes Risiko kann eine Auffrischung bereits nach 5 Jahren sinnvoll sein.