Dengue Fieber
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Dengue Fieber und den Schutz durch Impfung und Mückenschutz. Dengue ist eine Virusinfektion die durch Mücken übertragen wird und von leichtem Fieber bis zu schweren Verläufen mit Kreislaufproblemen und Blutungsneigung reichen kann. Besonders Reisende in tropische und subtropische Regionen sind gefährdet.
Was ist Dengue Fieber?
Dengue Fieber ist eine akute Virusinfektion die durch das Dengue Virus ausgelöst wird. Das Virus wird durch bestimmte Stechmücken von Mensch zu Mensch übertragen. Die Erkrankung gehört inzwischen zu den häufigsten Fieberursachen bei Rückkehrenden aus tropischen und subtropischen Regionen.
Viele Infektionen verlaufen mild oder unbemerkt. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es jedoch zu starkem Fieber heftigen Kopf und Gliederschmerzen und ausgeprägter Erschöpfung. In seltenen Fällen kann ein schwerer Verlauf mit Flüssigkeitsverlust Kreislaufproblemen und Blutungsneigung auftreten der lebensbedrohlich sein kann.
Vorkommen
Dengue ist in mehr als hundert Ländern verbreitet und die Fallzahlen sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Besonders betroffen sind viele Länder in Asien Lateinamerika der Karibik und zunehmend auch Regionen in Afrika. Große Städte mit dichter Besiedlung und vielen Wasseransammlungen bieten ideale Bedingungen für die Mücken.
Erhöhte Risikosituationen sind:
• Reisen nach Brasilien Argentinien Kolumbien oder in andere Länder Süd und Mittelamerikas mit wiederkehrenden Ausbrüchen
• Aufenthalte in Thailand Vietnam Indonesien Indien oder auf den Philippinen insbesondere während der Regenzeit
• längere Rucksackreisen mit einfachen Unterkünften ohne Mückenschutz in tropischen Städten und ländlichen Gebieten
• Arbeitseinsätze im Freien zum Beispiel Bauprojekte Entwicklungszusammenarbeit oder medizinische Missionen in Dengue Gebieten
• wiederholte Reisen in dieselben Regionen da eine durchgemachte Infektion keinen vollständigen Schutz vor anderen Virusvarianten bietet
Impfstoff-Serie
Zwei Dosen
Schutzdauer
circa 4 Jahre
Risikobereiche
Brasilien Argentinien Thailand Indien Indonesien
Übertragung
Dengue Viren werden durch den Stich infizierter Mücken auf den Menschen übertragen. Typisch sind Mücken der Gattung Aedes die vor allem tagsüber stechen oft in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag. Die Tiere vermehren sich in kleinen stehenden Wasseransammlungen zum Beispiel in Eimern Blumentöpfen oder Wasserpfützen in Städten.
Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch spielt im Alltag keine Rolle. Entscheidend für das individuelle Risiko sind der Aufenthalt in Gebieten mit Dengue Übertragung die Mückendichte vor Ort und wie konsequent persönlicher Mückenschutz angewendet wird.
Symptome & Verlauf
Die Beschwerden beginnen meist drei bis sieben Tage nach einem infizierenden Stich. Viele Erkrankte fühlen sich zunächst wie bei einer starken Grippe.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:
• plötzliches hohes Fieber mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl
• starke Kopf Gelenk und Muskelschmerzen häufig auch Schmerzen hinter den Augen
• Appetitlosigkeit Übelkeit und manchmal Erbrechen
• Hautausschlag einige Tage nach Fieberbeginn
• in schweren Fällen Kreislaufprobleme Bauchschmerzen und Blutungszeichen zum Beispiel punktförmige Blutungen oder Nasenbluten
• große Müdigkeit und Schwäche die noch Wochen nach der akuten Erkrankung anhalten können
Ein kleiner Teil der Erkrankten entwickelt ein sogenanntes schweres Dengue mit Risiko für Schock und Organbeteiligung das intensivmedizinische Behandlung erfordert.
Behandlung
Für Dengue gibt es keine spezielle Virusbehandlung. Die Therapie richtet sich nach den Beschwerden und der Schwere der Erkrankung. Eine frühzeitige ärztliche Einschätzung ist wichtig besonders bei starken Schmerzen anhaltendem Fieber oder Vorerkrankungen.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:
• ausreichende Flüssigkeitszufuhr um den Kreislauf stabil zu halten und Austrocknung zu verhindern
• Fiebersenkung und Schmerzreduktion mit geeigneten Medikamenten nach ärztlicher Empfehlung
• engmaschige ärztliche Kontrolle von Blutwerten und Kreislauf bei schweren Verläufen
• stationäre Betreuung bei Warnzeichen wie zunehmenden Bauchschmerzen Atemnot starker Schwäche oder Blutungsneigung
• Vermeidung bestimmter Schmerzmittel die das Blutungsrisiko erhöhen können je nach ärztlicher Anweisung
Mit rechtzeitiger und guter Unterstützung können die meisten Patientinnen und Patienten vollständig genesen.
Schutz & Vorbeugung
Der wichtigste Schutz vor Dengue besteht darin Mückenstiche möglichst zu vermeiden. Dazu gehören körperbedeckende helle Kleidung Insektenschutzmittel auf der Haut Mückennetze über dem Bett und gut geschützte Schlafräume zum Beispiel mit Klimaanlage oder eng schließenden Fenstern. In vielen Regionen werden zusätzlich Maßnahmen zur Mückenbekämpfung durchgeführt etwa das Entfernen von stehenden Wasseransammlungen.
Je nach Reiseziel und persönlichem Risiko kann eine Impfung eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie ersetzt den Mückenschutz jedoch nicht. Besonders bei längeren Aufenthalten in Gebieten mit hoher Dengue Aktivität oder bei wiederholten Reisen sollte das Thema frühzeitig in einer reisemedizinischen Beratung besprochen werden
Impfung gegen Dengue
In der Europäischen Union ist ein Impfstoff gegen Dengue für Personen ab vier Jahren zugelassen. Er basiert auf einem abgeschwächten Virus und wird in zwei Dosen im Abstand von etwa drei Monaten verabreicht. Der Impfschutz baut sich nach der zweiten Dosis vollständig auf und hält nach derzeitigen Studien mindestens mehrere Jahre an. Daten aus großen Langzeitstudien zeigen einen anhaltenden Schutz vor Krankenhausaufenthalten über einen Zeitraum von mindestens viereinhalb Jahren und länger.
Der Impfstoff wird in erster Linie für Menschen in Gebieten mit hoher Dengue Belastung eingesetzt. Für Reisende aus Europa kann er bei längeren Aufenthalten in Hochrisikogebieten oder bei besonderem individuellem Risiko in Betracht gezogen werden. Ob eine Impfung sinnvoll ist hängt vom Reiseziel der Aufenthaltsdauer der Jahreszeit und bestehenden Vorerkrankungen ab und sollte im Rahmen einer fachkundigen Beratung entschieden werden.
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Das hängt von Region Jahreszeit und Reiseart ab. Bei reinen Hotelaufenthalten mit gutem Mückenschutz kann eine ausführliche Beratung ausreichend sein während bei Rundreisen mit vielen Aufenthalten im Freien eine Impfung eher in Betracht kommt.
Da zwei Dosen im Abstand von etwa drei Monaten nötig sind ist es ideal mehrere Monate vor einer geplanten langen Reise in ein Hochrisikogebiet mit der Planung zu beginnen. In einer Beratung kann geprüft werden ob eine Impfung in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Ein Restrisiko bleibt immer bestehen. Die Impfung senkt das Risiko einer Erkrankung und schwerer Verläufe deutlich und konsequenter Mückenschutz verringert zusätzlich die Wahrscheinlichkeit eines Stiches.
Ja eine durchgemachte Infektion schützt nur vor dem jeweiligen Virustyp. Bei erneuter Ansteckung mit einem anderen Typ kann das Risiko für einen schweren Verlauf sogar erhöht sein weshalb Schutzmaßnahmen und gegebenenfalls Impfung besonders wichtig sind.
In der Regel ja. Nach der Impfung können vorübergehende lokale Reaktionen oder leichte Allgemeinsymptome auftreten. Wenn Sie sich wohl fühlen bestehen keine besonderen Einschränkungen für Reisen Arbeit oder sportliche Aktivitäten entsprechend der ärztlichen Empfehlung.