Läuse

Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Läusebefall und wie Sie sich und Ihre Familie wirksam schützen können. Kopfläuse sind kleine parasitäre Insekten die auf der Kopfhaut leben Juckreiz auslösen und sich vor allem bei engem Kontakt schnell verbreiten. Die Erkrankung ist zwar lästig aber gut behandelbar wenn sie rechtzeitig erkannt wird.

Was sind Läuse?

Läuse sind kleine flugunfähige Insekten die auf der Haut und in der Körperbehaarung des Menschen leben und sich von Blut ernähren. Am häufigsten ist der Kopflausbefall bei Kindern im Kindergarten und Schulalter. Die Tiere halten sich meist dicht an der Kopfhaut in den Haaren auf und kleben ihre Eier auch Nissen genannt an die Haare.

Neben Kopfläusen gibt es auch Kleiderläuse und Filzläuse die andere Körperbereiche betreffen. In den meisten Alltagssituationen und in Gemeinschaftseinrichtungen steht jedoch die Kopflaus im Vordergrund. Sie überträgt in unseren Breiten in der Regel keine schweren Erkrankungen verursacht aber deutlichen Juckreiz und kann zu aufgekratzter und infizierter Haut führen wenn sie nicht behandelt wird.

Vorkommen

Läuse kommen weltweit vor und betreffen Menschen aller Altersgruppen und sozialer Hintergründe. Besonders häufig sind Kopfläuse bei Kindern die engen Kontakt beim Spielen haben und in Gruppen betreut werden. Auch in Gemeinschaftsunterkünften auf Reisen in Hostels oder bei Übernachtungen mit vielen Personen in einem Raum kann es zu Häufungen kommen.

Erhöhte Risikosituationen sind

enger Kopf an Kopf Kontakt beim Spielen Kuscheln oder gemeinsamen Ausruhen von Kindern in Kita Schule und Freizeitgruppen

gemeinsames Benutzen von Kämmen Bürsten Haarspangen Mützen Schals oder Fahrradhelmen

Übernachtungen in Schul oder Vereinsfreizeiten Hostels oder anderen Unterkünften mit vielen Kindern oder Jugendlichen in einem Raum

Läusefälle im direkten Umfeld zum Beispiel in der Klasse im Kindergarten oder in der Wohngruppe ohne konsequente Mitbehandlung aller Betroffenen

unerkannter Befall bei einzelnen Familienmitgliedern der über längere Zeit zu wiederholten Ansteckungen führt

Impfstoff-Serie

nicht verfügbar

Schutz

Haut- und Kleidungshygiene

Risikobereiche

Weltweit

Übertragung

Kopfläuse werden fast immer durch direkten Haar zu Haar Kontakt übertragen. Die Tiere können nicht springen oder fliegen sondern krabbeln von einem Kopf zum anderen wenn die Haare sich berühren. Typische Situationen sind enges Spielen Umarmen gemeinsames Sitzen mit zusammengesteckten Köpfen oder Übernachtungssituationen bei denen die Köpfe dicht beieinanderliegen.

Eine Übertragung über Gegenstände wie Kämme Mützen oder Kopfkissen ist deutlich seltener aber nicht ausgeschlossen insbesondere wenn diese kurz zuvor von einer stark befallenen Person genutzt wurden. Haustiere spielen bei der Verbreitung von menschlichen Kopfläusen keine Rolle.

Symptome & Verlauf

Die ersten Beschwerden treten meist wenige Wochen nach der Ansteckung auf. Manchmal fällt der Befall zunächst gar nicht auf und wird erst bei genauer Betrachtung der Haare erkennbar. Hauptproblem ist der Juckreiz durch die Reaktion der Haut auf die Bisse der Läuse.

Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind

anhaltender Juckreiz am Kopf vor allem hinter den Ohren am Nacken und im Haaransatz

Kratzspuren kleine Rötungen und gelegentlich verkrustete Stellen durch häufiges Kratzen

sichtbare kleine weißliche Nissen die fest an den Haaren kleben meist dicht an der Kopfhaut oder etwas davon entfernt

bei starkem Befall sichtbare Läuse die sich schnell in den Haaren bewegen

in manchen Fällen zusätzliche bakterielle Infektionen der aufgekratzten Haut mit nässenden oder schmerzhaften Stellen

selten Schlafstörungen und Unruhe insbesondere bei Kindern aufgrund des nächtlichen Juckreizes

Mit einer konsequent durchgeführten Behandlung lassen sich Läusebefälle in der Regel gut in den Griff bekommen.

Behandlung

Die Behandlung von Kopfläusen besteht aus einer geeigneten Kopflaus Therapie und sorgfältiger Nachkontrolle. Ziel ist es alle Läuse und möglichst auch die Nissen zu beseitigen und erneute Ansteckungen innerhalb der Familie oder Gruppe zu verhindern.

Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind

Anwendung eines zugelassenen Kopflaus Mittels nach genauer Anleitung in der Regel auf das trockene oder leicht feuchte Haar mit Einwirkzeit und anschließendem gründlichen Ausspülen

mechanisches Entfernen von Läusen und Nissen durch nasses Auskämmen mit einem speziellen Läusekamm Abschnitt für Abschnitt von der Kopfhaut bis in die Haarspitzen

Wiederholung der Behandlung nach einigen Tagen entsprechend der Empfehlung des verwendeten Mittels um aus später geschlüpften Eiern hervorgegangene Läuse zu erfassen

Mitbehandlung enger Kontaktpersonen insbesondere Familienmitglieder oder Personen die häufig Kopf an Kopf Kontakt hatten gegebenenfalls nach ärztlicher Empfehlung

Waschen von Bettwäsche Handtüchern Mützen und getragenen Kleidungsstücken die direkten Kopfkontakt hatten bei ausreichend hoher Temperatur sowie gegebenenfalls zeitweises Beiseitelegen wenig genutzter Textilien

Kontrolle der Haare in den folgenden Wochen um rechtzeitig zu erkennen ob noch Nissen oder Läuse vorhanden sind

Eine gute Erklärung der einzelnen Schritte hilft insbesondere Familien die Behandlung vollständig und erfolgreich durchzuführen.

Schutz & Vorbeugung

Vollständige Sicherheit vor Läusen gibt es im Alltag kaum doch das Risiko lässt sich verringern. Wichtig sind Aufmerksamkeit und frühe Reaktion bei Juckreiz am Kopf vor allem bei Kindern. Regelmäßige Kontrollen der Haare insbesondere nach Meldungen über Läusefälle in Kita oder Schule erleichtern eine frühe Erkennung.

In Gemeinschaftseinrichtungen ist es hilfreich die Einrichtung zeitnah zu informieren wenn ein Befall festgestellt wurde damit auch andere Eltern ihre Kinder kontrollieren können. Kinder sollten nicht stigmatisiert werden Läusebefall hat nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun. Prophylaktische Behandlungen ohne nachgewiesenen Befall werden in der Regel nicht empfohlen stattdessen steht die gezielte Behandlung tatsächlich betroffener Personen im Vordergrund.

Impfung gegen Läuse

Eine Impfung gegen Läuse steht nicht zur Verfügung. Die Vorbeugung basiert daher auf frühzeitiger Erkennung konsequenter Behandlung und Information des Umfeldes. Für Reisende spielt Läusebefall vor allem in Gemeinschaftsunterkünften etwa Hostels Jugendherbergen oder auf Schiffen eine Rolle. Hier ist bei neu auftretendem Juckreiz eine frühzeitige Kontrolle der Kopfhaare sinnvoll.

Durch rechtzeitige Behandlung können Ausbrüche in Gruppen begrenzt und längere Ketten von Neuinfektionen vermieden werden.

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In der Regel sollte die Behandlung möglichst bald begonnen werden. Viele Einrichtungen erlauben die Rückkehr sobald die erste sachgerechte Behandlung durchgeführt wurde und keine lebenden Läuse mehr nachweisbar sind. Die genauen Regeln können je nach Einrichtung unterschiedlich sein.

Nein in den allermeisten Fällen ist ein Abrasieren der Haare nicht nötig. Eine Kombination aus geeigneten Kopflaus Mitteln und sorgfältigem Auskämmen mit einem Läusekamm reicht in der Regel aus.

Nein Läuse befallen saubere und weniger saubere Haare gleichermaßen. Entscheidend ist der enge Kontakt von Kopf zu Kopf nicht die Häufigkeit des Haarewaschens.

Kuscheltiere die regelmäßig am Kopf liegen können für einige Tage in einem verschlossenen Beutel aufbewahrt werden. Polstermöbel lassen sich absaugen und normal weiter benutzen. Eine aufwendige chemische Behandlung der Wohnung ist in der Regel nicht erforderlich.

Wichtig sind erneute sorgfältige Kontrollen aller Familienmitglieder eine korrekt durchgeführte Wiederholungsbehandlung und gegebenenfalls Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt. Manchmal ist eine unbemerkte Quelle im Umfeld vorhanden zum Beispiel in Schule oder Verein die mit berücksichtigt werden sollte.