Röteln
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Röteln und den Schutz durch die Impfung. Röteln sind eine Virusinfektion, die bei vielen Personen mild verläuft, jedoch für Schwangere und ungeimpfte Erwachsene ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen kann. Vor allem während der Schwangerschaft kann eine Rötelninfektion schwere Schäden beim ungeborenen Kind verursachen. Wer eine Reise plant, beruflich mit Kindern arbeitet oder seinen Impfstatus überprüfen möchte, sollte rechtzeitig an den Impfschutz denken.
Was sind Röteln?
Röteln, verursacht durch das Rötelnvirus, sind eine Infektionskrankheit, die über die Atemwege übertragen wird. Bei Kindern verlaufen Röteln oft mild und mit wenigen Symptomen, bei Jugendlichen und Erwachsenen hingegen können starke Gelenkschmerzen, Fieber und eine deutlich ausgeprägtere Krankheitslast auftreten. Zu den typischen Krankheitszeichen gehören ein feinfleckiger Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten im Nackenbereich sowie leichtes Krankheitsgefühl.
Besonders kritisch sind Röteln jedoch in der Schwangerschaft. Eine Infektion kann zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes führen, bekannt als kongenitales Rötelnsyndrom (CRS). Dabei kann es zu Fehlbildungen von Herz, Augen und Gehör sowie zu Entwicklungsstörungen kommen. Der sicherste Schutz ist eine vollständige Impfung.
Vorkommen
Röteln kommen weltweit vor. In Ländern mit hohen Impfquoten sind die Fallzahlen deutlich zurückgegangen, aber Ausbrüche treten weiterhin dort auf, wo Impflücken bestehen. Besonders häufig kommt es zu Fällen in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen viele ungeimpfte Menschen eng miteinander zu tun haben.
Erhöhte Ansteckungsgefahr besteht unter anderem in:
Kindertagesstätten und Schulen
Internaten und Universitäten
Sport- und Freizeitgruppen
Gemeinschaftsunterkünften und Reisegruppen
In Ländern mit niedriger Impfquote sind Röteln weit verbreitet – insbesondere in Teilen von Afrika, Asien sowie Süd- und Mittelamerika. Reisende, besonders Frauen mit Kinderwunsch oder während der Familienplanung, sollten daher unbedingt auf einen vollständigen Impfschutz achten, um eine Infektion während oder kurz vor einer Schwangerschaft zu verhindern.
Impfstoff-Serie
Einmalig (für Erwachsene)
Schutzdauer
nahezu Lebenslang
Risikobereiche
Weltweit
Übertragung
Das Rötelnvirus verbreitet sich über Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen und bleibt in Innenräumen lange in der Luft. Eine Ansteckung ist häufig möglich, bevor die Erkrankung bemerkt wird. Erwachsene stecken sich oft über Kinder oder bei engem Kontakt im Alltag oder auf Reisen an.
Der Zeitraum der Ansteckungsfähigkeit beginnt etwa eine Woche vor dem Auftreten des Ausschlags und hält bis etwa eine Woche danach an. Da Betroffene in dieser Zeit oft am sozialen Leben teilnehmen, entstehen Infektionsketten leicht im familiären Umfeld, in Schulen, am Arbeitsplatz oder während Reisen.
Symptome & Verlauf
Röteln beginnen meist mit milden grippeähnlichen Symptomen wie leichtem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie geschwollenen Lymphknoten. Kurz darauf erscheint ein feinfleckiger rosa Ausschlag, der sich von Gesicht und Hals über den ganzen Körper ausbreitet und nach einigen Tagen wieder abklingt. Viele Kinder fühlen sich trotz Ausschlag kaum krank, Erwachsene jedoch oft deutlich stärker.
Die gefährlichste Form der Erkrankung betrifft ungeimpfte Schwangere. Eine Infektion in der Frühschwangerschaft kann zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind führen. Deshalb gilt ein vollständiger Impfschutz als besonders wichtig für Frauen mit Kinderwunsch und Menschen im gesundheitlichen oder sozialen Umfeld von Schwangeren.
Behandlung
Eine spezifische antivirale Behandlung gibt es nicht. Die Therapie konzentriert sich darauf, Beschwerden zu lindern und den Körper bei der Genesung zu unterstützen. Viel Ruhe, leichte Kost und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind hilfreich. Schmerz- und fiebersenkende Medikamente können bei Bedarf eingesetzt werden.
Medizinische Unterstützung ist notwendig bei sehr hohem Fieber, starken Gelenkschmerzen oder bei Verdacht auf eine Infektion während der Schwangerschaft. Schwangere sollten bei Kontakt zu an Röteln erkrankten Personen immer ärztlichen Rat einholen.
Schutz & Vorbeugung
Hygienemaßnahmen können das Risiko einer Übertragung senken, bieten jedoch keinen zuverlässigen Schutz. Da das Virus bereits vor Auftreten sichtbarer Symptome ansteckend ist, lässt sich eine Infektion ohne Impfung kaum verhindern. Der vollständige Impfschutz schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern reduziert auch die Weiterverbreitung — besonders wichtig für den Schutz von Säuglingen und Schwangeren.
Impfung gegen Röteln
Die Rötelnimpfung wird im Rahmen der Kombinationsimpfungen MMR (Masern, Mumps, Röteln) oder MMRV (zusätzlich Windpocken) verabreicht. Die STIKO empfiehlt zwei Impfdosen im Alter von 11–14 Monaten und 15–23 Monaten.
Auch Jugendliche und Erwachsene profitieren von einer Impfung, insbesondere wenn der Impfstatus unklar ist, beruflich enger Kontakt zu Kindern besteht oder eine Reise in Regionen mit niedriger Impfquote geplant ist. Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus frühzeitig prüfen, um eine Infektion während einer späteren Schwangerschaft auszuschließen.
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Ja. Trotz Impfangebot kommt es in Deutschland weiterhin zu Ausbrüchen. Das Risiko ist in Ländern mit niedriger Impfquote deutlich höher..
Röteln sind etwa eine Woche vor und eine Woche nach dem Ausschlag ansteckend. Ohne Impfung kann man das Virus auf Reisen leicht weitergeben, ohne es sofort zu bemerken.
Eine Infektion kann zu schweren Schäden beim ungeborenen Kind führen. Die Impfung bietet den zuverlässigsten Schutz.
Ja. Besonders bei Frauen mit Kinderwunsch, beruflichem Kontakt zu Kindern und vor Reisen in Länder mit niedriger Impfquote.
In der Regel erst, wenn keine Ansteckungsgefahr mehr besteht — mindestens eine Woche nach Auftreten des Ausschlags und nur bei gutem Allgemeinzustand.