Chikungunya
Auf dieser Seite erhalten Sie alle wichtigen Informationen über Chikungunya Fieber und den Schutz durch Impfung und Mückenschutz. Chikungunya ist eine Virusinfektion die durch Mücken übertragen wird und vor allem starkes Fieber und intensive Gelenkschmerzen verursacht. Die Erkrankung kann wochen bis monatelang nachwirken und Reisende in tropische und subtropische Regionen betreffen.
Was ist Chikungunya?
Chikungunya Fieber ist eine akute Virusinfektion die durch das Chikungunya Virus ausgelöst wird. Das Virus gehört zu einer Gruppe von Erregern die über Stechmücken auf den Menschen übertragen werden. Der Name Chikungunya stammt aus einer afrikanischen Sprache und beschreibt die gebeugte Körperhaltung vieler Erkrankter mit starken Gelenkschmerzen.
Die Erkrankung beginnt meist mit hohem Fieber und heftigen Gelenk und Muskelschmerzen. Viele Betroffene sind für einige Tage oder Wochen deutlich in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten können Gelenkbeschwerden über Monate oder sogar länger anhalten obwohl das Virus längst nicht mehr aktiv ist. Die Sterblichkeit ist insgesamt niedrig die Krankheitsbelastung kann jedoch erheblich sein
Vorkommen
Chikungunya Fieber kommt in vielen tropischen und subtropischen Regionen vor. Ausbrüche wurden unter anderem aus Teilen Afrikas aus Süd und Südostasien aus der Karibik und aus Mittel und Südamerika berichtet. In den letzten Jahren wurden wiederholt größere Ausbrüche gemeldet zum Beispiel in Brasilien auf Inseln im Indischen Ozean und in Teilen Asiens. Auch vereinzelt in Europa können lokale Übertragungen auftreten wenn geeignete Mücken und eingeschleppte Viren zusammentreffen.
Erhöhte Risikosituationen sind:
• Reisen nach Brasilien in die Karibik oder nach Mittel und Südamerika besonders während gemeldeter Ausbrüche
• Aufenthalte in Indien Thailand Indonesien oder anderen Ländern Süd und Südostasiens mit bekannter Chikungunya Aktivität
• Reisen nach Ostafrika oder auf Inseln wie La Reunion Mauritius oder Seychellen
• längere Aufenthalte in tropischen Regionen mit vielen Mücken etwa bei Rucksackreisen Langzeitaufenthalten oder Arbeitseinsätzen im Freien
• Übernachtungen in Unterkünften ohne Mückenschutz wie Netze geschlossene Fenster oder Klimaanlage
Impfstoff-Serie
Eine Dosis
Schutzdauer
circa 2 Jahre
Risikobereiche
tropische und subtropische Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika
Übertragung
Chikungunya Viren werden durch den Stich infizierter Stechmücken auf den Menschen übertragen. Vor allem Mückenarten die auch Dengue und andere Virusinfektionen übertragen sind beteiligt. Sie stechen überwiegend tagsüber aber auch in den frühen Morgen und Abendstunden.
Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch spielt im normalen Alltag keine Rolle. Das individuelle Risiko hängt davon ab ob sich viele Mücken in der Umgebung aufhalten und ob bereits ein Ausbruch oder eine Viruszirkulation in der Region besteht. Reisende ohne Schutz sind in solchen Situationen besonders gefährdet
Symptome & Verlauf
Die Inkubationszeit also die Zeit zwischen Stich und ersten Beschwerden beträgt meist drei bis sieben Tage. Die Symptome beginnen häufig abrupt und wirken anfangs ähnlich wie bei einer starken Grippe.
Typische Beschwerden und mögliche Verläufe sind:
• plötzlich einsetzendes hohes Fieber mit Schüttelfrost
• ausgeprägte Gelenk und Muskelschmerzen oft an Händen Füßen Knien oder Sprunggelenken
• Kopfschmerzen Übelkeit und allgemeines Krankheitsgefühl
• Hautausschlag wenige Tage nach Fieberbeginn
• anhaltende Gelenkschmerzen und Steifigkeit über Wochen oder Monate trotz Abklingen des Fiebers
• selten schwere Verläufe mit neurologischen oder Herz Kreislauf Komplikationen vor allem bei älteren oder vorerkrankten Personen
In den meisten Fällen heilt die Erkrankung ohne bleibende Schäden aus die lange anhaltenden Gelenkbeschwerden können die Lebensqualität jedoch deutlich beeinträchtigen.
Behandlung
Es gibt derzeit keine gezielte antivirale Therapie gegen Chikungunya. Die Behandlung konzentriert sich auf die Linderung der Beschwerden und die Stabilisierung des Allgemeinzustandes.
Wichtige Behandlungsmaßnahmen sind:
• ausreichende Flüssigkeitszufuhr zum Ausgleich von Fieber und Appetitlosigkeit
• Schmerz und Fiebersenkung mit geeigneten Medikamenten nach ärztlicher Empfehlung
• körperliche Schonung und Bettruhe während der akuten Krankheitsphase
• gegebenenfalls physiotherapeutische Unterstützung bei länger anhaltenden Gelenkbeschwerden
• engmaschige ärztliche Kontrolle bei Risikopatientinnen und Risikopatienten zum Beispiel bei höherem Alter Schwangerschaft oder chronischen Vorerkrankungen
Da frühe Beschwerden denen anderer tropischer Infektionen ähneln sollten Selbstmedikationen mit bestimmten Schmerzmitteln erst nach ärztlicher Abklärung erfolgen um andere Erkrankungen wie Dengue nicht zu übersehen.
Schutz & Vorbeugung
Der Schutz vor Chikungunya beruht auf zwei Säulen: Mückenschutz und Impfung. Mückenschutz verringert das Risiko gestochen zu werden und damit auch das Risiko vieler anderer durch Mücken übertragener Krankheiten. Dazu gehören körperbedeckende helle Kleidung Mückenschutzmittel auf der Haut und das Schlafen in gut geschützten Räumen mit Netzen oder Klimaanlage.
Zusätzlich steht inzwischen eine Impfung für erwachsene Personen zur Verfügung die in der Europäischen Union zugelassen ist. Sie wird vor allem für Reisende mit erhöhtem Risiko empfohlen zum Beispiel bei Aufenthalten in Gebieten mit aktuellen Ausbrüchen oder bei längerem Aufenthalt in Regionen mit bekannter Chikungunya Aktivität. Die Entscheidung erfolgt nach individueller Risiko Nutzen Abwägung insbesondere bei älteren und vorerkrankten Personen.
Impfung gegen Chikungunya
In Europa ist ein Impfstoff gegen Chikungunya für Erwachsene zugelassen. Es handelt sich um eine Impfung die in der Regel als einzelne Dosis verabreicht wird. Studien zeigen dass die Immunantwort bei Erwachsenen mindestens zwei Jahre anhält und damit einen mittelfristigen Schutz bietet. Für bestimmte Gruppen wie ältere Menschen gelten besondere Vorsichts und Bewertungskriterien da bei ihnen Nebenwirkungen häufiger sein können.
Die Impfung wird vor allem empfohlen wenn ein Aufenthalt in einem Gebiet mit aktuellem Ausbruch oder mit deutlich erhöhtem Risiko geplant ist oder wenn eine längere Exposition durch Reisen Wohnsitz oder berufliche Tätigkeit zu erwarten ist. Vor der Impfung sollte eine ausführliche reisemedizinische Beratung stattfinden um Nutzen und mögliche Risiken individuell abzuwägen.
Der Impfschutz ergänzt den Mückenschutz er ersetzt ihn nicht. Auch geimpfte Personen sollten konsequent Mückenstiche vermeiden.
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Das hängt vom Reiseziel der Jahreszeit und der aktuellen Ausbruchssituation ab. Bei Reisen in Regionen mit gemeldeten Ausbrüchen oder längeren Aufenthalten kann die Impfung sinnvoll sein während bei kurzen Aufenthalten mit gutem Mückenschutz oft eine individuelle Beratung ausreicht.
Der Impfschutz baut sich innerhalb weniger Wochen nach der Impfung auf. Idealerweise lassen Sie sich zwei bis drei Wochen vor der Abreise impfen damit die Schutzwirkung rechtzeitig zur Reise beginnt.
Eine Impfung senkt das Risiko einer Erkrankung deutlich bietet aber keinen hundertprozentigen Schutz. Einzelne Infektionen sind möglich verlaufen jedoch meist milder. Mückenschutz bleibt daher immer wichtig.
Nach einer durchgemachten Infektion besteht nach heutigem Kenntnisstand ein längerfristiger vermutlich lebenslanger Schutz gegen denselben Virustyp. Da das Virus sich jedoch verändern kann bleibt theoretisch ein Restrisiko für spätere Infektionen.
Für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder höherem Alter ist eine besonders sorgfältige Risiko Nutzen Abwägung wichtig da bei ihnen Nebenwirkungen häufiger auftreten können. Dies sollte vor der Impfung ausführlich mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden.